Von der Reeperbahn bis an den Hafen gibt es unzählige Kneipen und Bars. Ein paar Traditionskneipen sind aber allemal einen Besuch wert – egal ob als Tourist  oder Einheimischer.

Der „Goldene Handschuh“ am Hamburger Berg hat immer geöffnet. Hier wird rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche gefachsimpelt, getanzt und getrunken. Wenn in anderen Kneipen zum Zapfenstreich geblasen wird, trinkt so mancher Gast und Türsteher der anderen Kneipen hier gerne noch mal eben seinen Absacker um 4 Uhr morgens. Hier trifft sich alles, was noch nicht nach Hause will. Eine bunte muntere Mischung Menschen.

Gegenüber vom Millertor in der Budapester Straße liegt die „Domschänke“ , eine urige Kneipe, die mit herzigen Damen am Tresen punktet. Durch die Nähe zum Fußballstadion ist es hier an den Spieltagen besonders voll. Insbesondere dann, wenn der FC St. Pauli spielt. Dann sollte man Zeit mitbringen und eine Blase mit gutem Durchhaltevermögen.
Domschänke, Budapester Str. 10, 20359 Hamburg

Nur etwas für die ganz Harten ist der „Der Clochard“, direkt auf der Reeperbahn. Hier treffen sich die, deren Hobby „Trinken bis zum Umfallen“ ist. Hier kann man Klönen und Kickern, Nägel in einen Baumstumpf hämmern und die Nacht zum Tage machen. Die Preise sind günstig und das Bier fließt in Strömen. Und das täglich, das ganze Jahr. Natürlich sind aber auch „normale“ Besucher gern gesehene Gäste.
Der Clochard, Reeperbahn 29, 20359 Hamburg

Die „Cobra Bar“ in der Nähe des Hans-Albers-Platzes bietet Freunden der gepflegten Rockmusik einen wunderbaren Treffpunkt. Voll wird es hier erst nach Mitternacht. Dann aber umso schneller. Hier hört man Rock’n’Roll, schnackt eine Runde, trinkt sein günstiges Bierchen und spielt kostenlos Kicker. Getanzt wird natürlich auch.
Cobra Bar, Friedrichstr. 29, 20359 Hamburg

Die Partymeile der „Sündigen Meile“, auf der getanzt, getrunken, geflirtet und gefeiert wird ist aber schlichtweg der Hamburger Berg. In „Rosi’s Bar“, einer Institution auf dem „Berg“ geht es munter und meistens auch sehr voll zu. Frühabends sitzt man beim Bierchen in den Sitzgelegenheiten. Zu später Stunde wird dann alles beiseite geräumt und es kann getanzt werden.
Rosi’s Bar, Hamburger Berg 7, 20359 Hamburg

 

Im ruhigen Teil von St. Pauli liegt dagegen das „Möwe Sturzflug“. Hier ist es muckelig und gemütlich. Man lümmelt auf Sofas und Sesseln und lässt sich von seichter Musik berieseln. Der Clou sind die selbstgemixten Kurzen. Die Bar war übrigens auch Kulisse für einen Teil von Fatih Akins Erfolgsfilm „Gegen die Wand“.
Möve Stzurzflug, Clemens-Schultz-Str. 96, 20359 Hamburg

An einer Ecke am Hans-Albers-Platz liegt das „Albers-Eck“. Am Wochenende kann es hier schon einmal sehr hoch hergehen. Der DJ gibt den Leuten was sie wollen, und die Tanzwütigen kommen voll auf ihre Kosten. Wer dazu keine Lust hat, setzt sich an eines der Panoramafenster und schaut dem bunten Treiben auf dem Hans-Alber-Platz zu.
Albers Eck, Hans-Albers-Platz 20, 20359 Hamburg

 

Im „Silbersack“ in der Silbersackstraße treffen sich Menschen aller Art. Diese Kneipe ist das zweite Wohnzimmer vieler Kiezgänger. Man wird hier mit einer rauen Herzlichkeit bedient und vor allem am Wochenende passt manchmal keine Maus mehr in den Laden. Hier mischt sich buntes Publikum während Hans Albers mit seinem „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins…“ aus den Lautsprechern tönt.
Zum Silbersack, Silbersackstr. 9, 20359 Hamburg

 

Mitten auf der Reeperbahn liegt auch das „Lehmitz“. Seit 1954 hat es geöffnet und gehört ebenfalls zu den echten traditionellen Kiez-Kneipen. Hier wird wild gekickert und verschiedene Live-Bands haben regelmäßig Auftritte.
Lehmitz, Reeperbahn 17, 20359 Hamburg

Die kleinste Kneipe Hamburgs ist wohl der „Schellfischposten“ in der Carsten-Rehder-Straße, 50 Meter von der Elbe entfernt. Etwas abgelegen vom Kiez ist die Kneipe vor allem durch die Fernsehsendung mit Moderatorin und Sängerin Ina Müller „Inas Nacht“ bekannt. Wer eher einen gemütlichen und entspannten Abend bei einem frischgezapften Pils entgegensteuert, ist hier fernab vom Trubel der Reeperbahn genau richtig aufgehoben.
Zum Schellfischposten, Carsten-Reeder-Str. 62, 22767 Hamburg

Bilder: Don Kanuppke