Tomate getragen von drei AmeisenMitten im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg findet man den Kiezgarten Schliemannstraße. Die kleine, grüne Oase wird von allen gemeinschaftlich begrünt und bewirtschaftet, ein echter Gemeinschafts-Garten mit einem Nutzen für Natur und Mensch.

Urbanes Gärtnern als neues Lebensgefühl

Immer mehr Städte erkennen die Vorteile der urbanen Gärten: Grüne Flächen mitten in der Stadt, die alle – ohne Ausnahme – einladen, sich in ihrer Freizeit zu betätigen, Spaß zu haben und zu gärtnern. Viele haben keine Möglichkeit zu Hause etwas anzubauen und so werden die Gärten mitten in der Stadt gut angenommen. Ein schönes Beispiel ist der Kiezgarten in der Schliemannstraße. Er befindet sich auf einer öffentlichen Grünfläche und ist rund um die Uhr für jeden zugänglich. Es gibt keine Parzellen oder zugeteilte Flächen, im Kiezgarten macht jeder alles und die Beete werden gemeinsam geplant und bepflanzt. Es werden nicht nur Gemüse sondern auch Beeren, Blumen und Obstbäume angebaut.

Einfach hingehen und mitmachen!

Wer mitmachen möchte, geht einfach vorbei – um mit dem urbanen Gärtnern anzufangen braucht es keine Anmeldung. Der Stadtacker wird nicht unter wirtschaftlichen Aspekten betrieben, wichtig sind vor allen Dingen die Gemeinschaft, Ökologie und das soziale Miteinander. Die erste Saat wurde 2003 ausgebracht, und der Garten hat einen Gesamtfläche von 300 Quadratmetern. Im Moment gärtnern ca. 15 Menschen, die sich auch selbst organisieren. Der Gemeinschaftsgarten ist selbstverwaltet, man hat außerdem Kontakt zu anderen Stadtgärten in Berlin. Wenn Sie nun auch Lust auf frische Luft, gesundes Gemüse und das Gärtnern bekommen haben, aber nicht so recht wissen, wie Sie nun anfangen sollen: Auf www.gartenhelden.de gibt es Tipps für Einsteiger und Profi-Gärtner. Im Garten selbst wird biologisch auf Hügelbeeten angebaut, finanziert wird der Gemeinschaftsgarten über Spenden und natürlich die Selbstversorgung der Mitglieder.

Gemüse und Gemeinschaft

Eine schöne Abwechslung für alle, die in den eigenen vier Wänden keine Möglichkeit haben dem Gärtnern zu frönen. Man bekommt nicht nur frisches Gemüse, sondern auch viel Gemeinschaft und Spaß. Der Gemeinschaftsgarten in der Schliemannstraße ist definitiv einen Besuch wert.

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