Die großen Versicherungsgesellschaften machen es vor: sie investieren ihre Gelder zunehmend in regionale Infrastrukturprojekte. Diese Anlagemöglichkeit verspricht vergleichsweise hohe Renditen bei niedrigem Risiko und steht nun auch Privatinvestoren offen.
Eine breite Straße mit Straßenbahn

Investition in das Wachstum

Infrastrukturfonds investieren Gelder in konkrete regionale Bauprojekte, welche die Versorgungslage vor Ort verbessern. Dabei kann es sich um den Ausbau des Breitbandnetzes in der deutschen Provinz handeln, aber ebenso um den Bau eines Schienennetzes in einer chinesischen Wachstumsregion. Der Begriff Infrastruktur deckt ein sehr breites Spektrum ab. Die Fonds haben sich auf folgende Bauvorhaben spezialisiert:

  • Mautpflichtige Autobahnen
  • Flughäfen
  • Häfen
  • Brücken
  • Tunnel
  • Schienenverkehr
  • Versorgungsnetze für Gas, Öl und Strom
  • Abwasserentsorgung
  • Datennetze und andere Technologien für die Telekommunikation
  • Sendemasten (zum Beispiel für den neuen LTE-Standard)
  • Satelliten
  • Bildungs- und Kultureinrichtungen
  • Gesundheitsversorgung (Kliniken etc.)
  • Sicherheit (Feuerwehr, Polizei u. Ä.)

Insbesondere in den Ballungszentren herrscht ein ständiger Bedarf, die Infrastruktur zu modernisieren, auszubauen oder überhaupt erst zu schaffen. Die Mittel der öffentlichen Hand reichen oftmals nicht aus, um mit den wirtschaftlichen Entwicklungen Schritt zu halten. So hat sich seit Jahren ein System etabliert, diese Projekte mit Geldern aus privaten Fonds vorzufinanzieren (hier mehr erfahren). Dies geschieht entweder anteilig in Form einer Einlage oder als private Vollfinanzierung.

Eine sichere Rendite

Der Anreiz für die Investoren liegt darin begründet, dass sich mit solchen öffentlichen Großbauten hohe Renditen erzielen lassen. Meist ist das investierte Geld bereits vor Baubeginn durch sehr langfristige Pacht- oder Mietverträge abgesichert. Hinzu kommt, dass Bauprojekte in diesen Dimensionen nahezu konkurrenzlos sind. Außerdem haben die Anlagen eine lange Nutzungsdauer, die unabhängig von der Konjunktur ist. Von diesen Faktoren profitieren auch private Anleger bei ihren Einlagen: das Angebot an Fonds für Privatinvestoren ist dabei breit gefächert. Ein Teil der geschlossenen Infrastrukturfonds investiert in Einzelprojekte. Andere streuen das Risiko und verteilen die Gelder auf eine Vielzahl von Projekten.

Zukunftschancen für Regionen

Private Anleger haben die Gewissheit, in einen stark wachsenden Markt zu investieren. Für Kommunen ist die Schaffung einer verbesserten Infrastruktur das entscheidende Argument, um im globalen Wettbewerb neue Unternehmen und Steuerzahler anzulocken. Das Investment ist also für den Anleger nicht nur wirtschaftlich rentabel, sondern er verbessert damit auch die Zukunftschancen einer Region.

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