Hamburg ist nicht nur eine der größten, sondern auch der beliebtesten Städte Deutschlands. Grund genug, dass das echte Nordlicht Ina Müller in ihrer Late-Night-Sendung „Inas Nacht“ regelmäßig dort ihre Gäste in der Kneipe „Zum Schellfischposten“ empfängt.


Wenn die quirlige Norddeutsche mit Berufung „Singen und Sabbeln“ auf Sendung geht, dann ist gute Stimmung garantiert. Nicht zuletzt wegen dem vielen Frischgezapften, das dort fast pausenlos ausgeschenkt wird. Ina Müller, 47 Jahre alt, Fernsehmoderatorin, Buchautorin, Musikerin. Seit 2007 moderiert sie ihre Sendung und wurde dafür schon mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis 2008.

Übertragung aus der Sardinenbüchse

Der Schellfischposten im Stadtteil Altona ist nicht nur Hamburgs älteste Seemannskneipe und damit schon sowas wie ein Wahrzeichen –  sondern dazu auch noch eine der kleinsten, die es gibt. Nur eine Handvoll Gäste findet in der kleinen Gaststube Platz. Trotzdem kann die Kneipe, mindestens schon im Strompreisvergleich, locker mit größeren Gaststätten mithalten. Denn im Schellfischposten steppt der Bär. Ina Müllers Sendung wird von diversen Künstlern musikalisch untermalt. Dabei ist es so beengt, dass schon beinahe Verletzungsgefahr – zumindest für ausgelassene Musiker – besteht. Aufgrund des Platzmangels muss deshalb auch der Shanty Chor vorm Fenster Posten beziehen und von dort aus seine Lieder zum Besten geben, wozu auch Kult-Lied „What shall we do with the drunken sailor“ als fester Programmteil gehört.

Prominenz von A bis Z

Bis heute ist in der Sendung beinahe jeder aus und ein gegangen, der über einen mal mehr mal weniger starken Prominentenstatus verfügt. Dazu gehören Musiker, Schauspieler, Entertainer, Moderatoren, Schriftsteller und andere, die mediale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen vermögen.

Der Ablauf ist im Großen und Ganzen klar. Ina Müller empfängt ihre Gäste, setzt sich gemütlich mit ihnen an den Tresen und dann wird erst mal gemütlich geschnackt. Die Kneipengäste können ihre Fragen an den jeweiligen Gast auf Bierdeckel notieren und an die Moderatorin weiterreichen, die diese dann stellvertretend stellt. In der gemütlichen Runde plaudern diese meist offener als gewöhnlich. Begleitet wird der Abend von einem vielschichtigen musikalischen Programm. Ina Müller greift stets selbst zum Mikrophon und singt mit ihren Gästen gemeinsam und so endet auch die Sendung – musikalisch. Die Stimmung ist gut, nicht selten aus schon genannten Gründen auch recht feuchtfröhlich und erinnert sehr an ausgelassene Familienfeiern.

„Inas Nacht“ ist jedoch nicht das einzige Highlight im Schellfischposten. Ob regelmäßige Konzerte oder gemütlicher Stammtisch – immer ist etwas los. So lohnt sich ein Besuch auch immer dann, wenn mal nicht die Fernsehkameras laufen.