Hertha tritt den bitteren Gang in die 2. Liga an

Traurig aber wahr, die Hertha ist zweitklassig ab dem nächsten Jahr. Somit ist Berlin erneut die einzige europäische Hauptstadt, die von keinem Fußball-Club in der ersten Liga repräsentiert wird. Nach der Niederlage in Düsseldorf stellen sich nun einige Fragen auf.

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Eigentlich war es ein gutes Spiel der Hertha. Trotz frühem Gegentor nach nur ein paar Sekunden, steckten die Hauptstadtkicker den Rückschlag weg, als wäre nichts gewesen und spielten mutig nach vorne. Im Sturm ließen dann auch Ramos und Raffael ein paar Funken ihrer Klasse aufblitzen, die sie im Laufe der Saison jedoch viel zu selten unter Beweis stellten. Über ein Unentschieden kam man dennoch nicht hinaus. Obwohl die Spieler auf dem Platz meist sportlich geblieben sind, wurde das Ergebnis am Ende aber leider von eskalierenden Fans übertüncht.

Hertha gegen Fortuna: Szenen wie am ersten Mai

Sicherlich war den Verantwortlichen bewusst welche Spannung sich hinter dem Spiel verbirgt. Abstieg oder Klassenerhalt: Da kann dem ein oder anderen Fan schon mal eine Sicherung durchbrennen. Dass jedoch noch vor Abpfiff das halbe Stadion auf das Spielfeld stürmte, hätte vermutlich niemand gedacht.

Schon zuvor warfen Berliner Fans mehrere Bengalos von den Tribünen, wodurch der Schiedsrichter gezwungen war das Spiel für einige Zeit zu unterbrechen. Als Raffael jedoch zum erneuten Ausgleich traf, stürmten die ersten Düsseldorfer Fans von den Rängen. Zwei Minuten vor dem offiziellen Schlusspfiff, zogen sich die Spieler dann in die Kabinen zurück. Auf dem Feld wurde derweil frühzeitig gefeiert, Rasen in Brand gesteckt und sogar ein Elfmeterpunkt mit samt Erde aus dem Boden gerissen.

Zwar konnte das Spiel nach einer ca. 20 minütigen Pause für die letzten Sekunden wieder angepfiffen werden, dennoch fordern viele nach diesen Ereignissen ein Wiederholungsspiel. Dazu wird es jedoch nicht kommen.

Hertha muss für die zweite Liga planen

In den nächsten Wochen und Monaten wird im Managment von Hertha BSC Berlin viel diskutiert werden müssen. Personalfragen die sich jetzt unweigerlich stellen, sind beispielsweise ob Otto Rehagel weiterhin Trainer bleibt oder gar ob Michael Pretz der richtige Mann in der Führungsetage ist.

Auch für einige Spieler steht die sportliche Zukunft noch in den Sternen, allerdings ist zweifellos damit zu rechnen, dass einige von ihnen den Verein verlassen werden. Einziger Trost der den Fans nun bleibt ist die Pleite gegen Union vor einem Jahr wieder geradezurücken, um wenigstens den Titel der Nummer eins in Berlin wiederzugewinnen.

1 comment on “Hertha tritt den bitteren Gang in die 2. Liga an

  1. Frank

    Es wurde entschieden! Gegenbauer macht weiter bzw. darf weiter machen! Das heiß im Umkehrschluss, dass Preetz definitiv auch weiter machen darf. Mal gucken was das wird!

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