Die Verantwortlichen müssen sich bei der UEFA-Cup Partie gegen den irischen Vertreter St. Patricks ebenso verloren gefühlt haben, wie die rund 13.000 Zuschauer, die das Spiel verfolgten. Zwar gewannen die Berliner erwartungsgemäß mit 2:0, aber so richtig Stimmung wollte nicht aufkommen.

Nun scheint sich Hertha BSC ernsthaft mit dem Gedanken auseinander zu setzen, ein eigenes Fußballstadion errichten zu wollten. Zwar ist man noch bis 2017 an das Olympiastadion gebunden, aber wie jetzt bekannt wurde, hat man eine Machbarkeitsstudie für einen Stadion-Neubau angefordert, in der überprüft werden soll, ob einen Eigenfinanzierung des neuen Stadions möglich ist. Optionen sind hier bei einer Großinvestor oder die Vermarktung der Stadionrechte nach dem Vorbild von Schalke 04 oder zuletzt bei der Allianz-Arena in München.

Potenzial besitzen die Berliner ohne Zweifel, kommen doch im Schnitt 44.000 Besucher zu den Bundesligaspielen, aber die Stimmung verliert sich oftmals im weiten Rund. Selbst mit dem Standort hat sich die Hertha schon beschäftigt, so ist unter anderem das Flughafengelände in Tempelhof in den Fokus gerückt.

Knapp 150 Millionen Euro müsste man aus eigener Tasche berappen, denn der Senat wird nach der millionenschweren Sanierung des Olympiastadions keinen Cent bereit stellen. Die Fans werden es sicherlich begrüßen, doch die öffentliche Diskussion hat erst begonnen.