Braucht Berlin noch Hauptschulen? Und wenn nicht – die Hauptschule ganz abschaffen, oder lieber Haupt- und Realschule zusammenfügen?

Jürgen Zöllner (wir erinnern uns: Das Mathe-Debakel…) hat den Vorschlag gemacht, die Haupt- und Realschulen von insgesamt 120 Standorten auf 72 zu konzentrieren. Dadurch soll dem Umstand begegnet werden, dass in der Realschule momentan fast nur Kinder mit ausländischer Herkunft oder aus sozial schwachen Familien „lernen“. Das Lernniveau an einer Hauptschule ist außerdem oft unter aller Sau und dementsprechend schwierig ist es für die Kinder, später eine Ausbildungsstelle zu finden.

Der Linken geht dieser Schritt nicht weit genug. Sie fordert, dass die Hauptschulen gänzlich abgeschafft werden sollen. So würde die Stigmatisierung der Kinder vermieden und gleichzeitig müssten sich die Realschulen nicht auf eine Umstrukturierung ihres Unterrichtes einlassen.

Man kann der Linken viel vorwerfen – in diesem Punkt stehe ich ganz auf ihrer Seite. Das deutsche Schulsystem ist seit Längerem unmodern und ein Hauptschulabschluss heutzutage nicht wirklich mehr etwas wert. Das ist ein Problem und meiner Meinung nach ist das Abschaffen der Hauptschulen ein richtiger Schritt zu seiner Lösung.

Denn nur durch Integration der Schüler in die „richtigen“ Schulen kann etwas geändert werden. Solange Hauptschüler das Gefühl haben, auf einem „Abstellgleis“ zu lernen, werden sie die Schule nicht ernst nehmen können.

Zöllners Zusammenführung wäre ein Kompromiss – das Abschaffen der Hauptschule ist sinnvoller. Dieser Teil des Schulsystems ist so verrottet, dass er abgeschafft gehört.