Der GrünGürtel umgibt den Frankfurter Stadtkern und ist der ideale Ort, um inmitten der Stadt einmal durchzuatmen und Abstand vom Alltag zu gewinnen. Es ist das wichtigste Naherholungsgebiet der Stadt und lockt mit Bildungsprogrammen unterschiedlichster Art.

Der Frankfurter GrünGürtel erstreckt sich über eine Gesamtfläche von etwa 80 Quadratkilometern und nimmt damit fast ein Drittel der gesamten Stadtfläche ein. Rund die Hälfte des GrünGürtels besteht aus Waldgebiet, der übrige Teil ist mit Gärten, Äckern, Wiesen, Bächen und Dünen gefüllt. Seit 1991 wird er als Naturgut geschützt, dafür wurde extra eine GrünGürtel-Verfassung angelegt. 1994 wurde er vom Land Hessen zum Naturschutzgebiet erklärt.

GrünGürtel – Frankfurt zu Fuß erkunden

Der GrünGürtel bietet eine Möglichkeit, nach getaner Arbeit eine besondere Seite Frankfurts bei einem gemütlichen Ausflug zu Fuß zu erkunden. Ausgewiesene Wanderpfade führen den Besucher durch die Natur, wobei das vom Frankfurter Zeichner und Dichter Robert Gernhardt erdachte Grüngürteltier als Wappentier des Gebietes an vielen Stellen in vielfältiger Form zugegen ist. Wanderlustige können die Wege entweder auf eigene Faust erkunden oder sich einer Führung anschließen.

GrünGürtel Frankfurt: Rundwanderweg

Der Rundwanderweg folgt grob dem Verlauf des Radrundweges, verkürzt dessen Strecke aber auf etwa 62 Kilometer. Einmal rund um den GrünGürtel führt der Weg, der sich damit zur etappenweisen Erkundung des Gebietes anbietet. Zur Begehung des Rundwanderweges mit der richtigen Motivation gibt es vom Umweltamt Frankfurt einen Wanderpass, der nach erfolgreichem Abschluss einer Teilstrecke an entsprechenden Stellen mit Stempeln gefüllt werden kann. Das Erlangen eines vollständigen Wanderpasses wäre doch ein guter Vorsatz für den nächsten Sommer, obwohl der Weg natürlich auch schon im Frühling seine schönen Seiten zeigt.

GrünGürtel Frankfurt: Quellwanderweg

Eine weitere Möglichkeit, die grünen Seite von Frankfurt zu erkunden, ist der Quellwanderweg. Er hat eine Länge von etwa 6 Kilometern von der Quelle Alteborn im Stadtteil Seckbach bis zur Quelle Schelmenborn. Unterwegs muss der Wanderer einen Höhenunterschied von circa 60 Metern überwinden. Der Weg führt an zwanzig Quellen vorbei, von denen manche durch kleine steinerne Mauern eingefasst sind. Informationsschilder und Stelen geben Auskunft über die Geschichte und die Bedeutung der einzelnen Quellen. Auf diesem Wanderweg lernt man also sogar noch etwas, während man den Anblick der Natur inmitten der Großstadt genießt.