Großer Stern – Siegessäule mit „Goldelse“ im Tiergarten Berlin

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Kein Tourist, der Berlin besucht, kommt an ihr vorbei – die Siegessäule. Mitten auf dem großen Stern, der seit dem 19. Jahrhundert so genannt wird, ragt sie empor und vor ihr verläuft die Straße des 17. Juni auf das Brandenburger Tor zu.

1873 eröffnete man die 69 Meter hohe Siegessäule als Nationaldenkmal zur Erinnerung an preußisch/deutsche Siege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich – damals noch auf dem Königsplatz vor dem Reichstagsgebäude.

Umzug der Siegessäule

Im Rahmen der nationalsozialistischen Städteplanung störte das Monument 1938 an diesem Ort und wurde kurzerhand in den Tiergarten umgesiedelt, wo es bis heute zu bewundern ist.

Großer Stern – Kulisse für verschiedenste Events

Nach der deutschen Wiedervereinigung war das Gebiet rund um die Siegessäule immer wieder Veranstaltungsort für Großevents und Partys – so feierten Zehntausende Menschen dort, immer zum Abschluss der Love Parade. Aber auch politische Highlights hat diese Bauwerk schon miterlebt, beispielsweise als US-Präsident Obama dort 2008 seine Rede hielt.

Auf der Siegessäule – Viktoria, die „Goldelse“

In den roten Granitsockel, der sich zu Füßen der Figur der Viktoria – einer Siegesgöttin aus der römischen Mythologie – befindet, hat man damals eroberte Geschützrohre aus den preußischen Kriegen eingesetzt.

Diese Skulptur, die auf der Säule thront, erhielt wegen ihrer Vergoldung unter den Berlinern den Spitznamen „Goldelse“. Nach umfassenden Sanierungsmaßnahmen ist die Siegessäule seit Mai 2011 wieder in voller Pracht zu bestaunen.

235 Stufen garantieren den Panoramablick

Um den herrlichen Ausblick über Berlins Innenstadt und den Tiergarten, einen der größten Parks der Stadt, genießen zu können, der von der Aussichtsplattform zu Füßen der „Goldelse“ geboten wird, muss man 285 Stufen erklimmen. Für diese Mühe wird man natürlich allemal entschädigt.

Damals Waldlichtung – heute Verkehrsknotenpunkt

Am großen Stern, der heute als Kreisverkehr vor allem ein zentraler Kreuzungspunkt mit fünf großen Hauptstraßen an der Straße des 17. Juni ist, entstand ursprünglich im 16. Jahrhundert. Damals war der Tiergarten, der die Siegessäule umgibt, noch ein kurfürstliches Jagdrevier und der große Stern eine Waldlichtung in ihm.

Heute schiebt sich auf mehreren Spuren der anhaltende Großstadtverkehr um die Siegessäule und entlang der Straße des 17. Juni, die direkt zum Brandenburger Tor läuft. Die Verkehrssicherheit wurde in den vergangenen Jahren durch verschiedene straßenbauliche Maßnahmen erhöht, wobei Besucher jedoch einfach und bequem Tunnel, die die Straße unterlaufen, nutzen können, um zur Siegessäule zu gelangen.