Der erste Teil der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße ist vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit eröffnet worden. Über 300 Meter erstreckt sich die erste Erweiterung der Gedenkstätte und erinnert mit drei Meter hohen Stahlstäben an die Teilung der Stadt.

Der erste Bauabschnitt der Zentralen Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße wurde eröffnet. Er ist etwa 300 Meter lang, hat rund 3,2 Millionen Euro gekostet und ist Teil einer 1,5 Kilometer langen Geschichtsmeile, für die wiederum bis 2012 stolze 27 Millionen Euro investiert werden.

Gedenkstätte Berliner Mauer

In Berlin wurde Weltgeschichte geschrieben und nicht selten prallen mitten in der Stadt Hinterlassenschaften verschiedenster Geschichten und Geschichte aufeinander. Mit der Gedenkstätte Berliner Mauer wurde nun nach langer Zeit an der Bernauer Straße, der Grenze zwischen Wedding und Mitte, ein Erinnerungsort für die Teilung der Stadt, Deutschlands und der Welt geschaffen.

Zur Eröffnung kamen zahlreiche Spitzenpolitiker und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Kein anderes Bauwerk habe Geschichte und Stadtbild Berlins so geprägt, wie die Mauer, sagte Wowereit vor den anwesenden Gästen.

Geprägt ist der erste Abschnitt von den Farben Rostbraun, Betongrau und Grün. Die Architekten Sinai/ON/Mola gestalteten die weiten Flächen des ehemaligen Todesstreifens zwischen Garten- und Ackerstraße im satten grünen Gras. Die originalen Mauerreste sind grau, in rostbraun erstrahlen die drei Meter hohen Stahlstäbe, welche den nicht mehr existierenden Grenzverlauf markieren.

Fehlendes Gedenkkonzept

Trotz Millioneninvestitionen bemängeln Kritiker ein fehlendes Gesamtkonzept zur Erinnerungskultur. So wird den Verantwortlichen vorgeworfen, das Gedenken an den Ersten und Zweiten Weltkrieg, an den Holocaust, der Reichsgründung oder der Gründung der DDR würde zu sehr im Schatten der Mauer stehen.

Ein zusammenhängendes Gesamtkonzept gibt es in der Tat nicht, allerdings würde das wohl auch für die Stadt und ihre Touristen schwer machbar sein. Zu allen historischen Ereignissen kann sich jedoch gesondert informiert werden. So empfängt beispielsweise der Neubau der Topographie des Terrors täglich 3.000 Besucher und informiert über die Zeit des Dritten Reiches.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße wird ab 2012/13 auf einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometern an die Zeit der Mauer und den Mauerfall erinnern. Die zeitgeschichtliche Bedeutung werde dabei mit abstrakten Mitteln und zurückhaltendem Desingn vermittelt, so Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer.

Die Gedenkstätte befindet sich in der Bernauer Straße 111/119, 13355 Berlin und kann täglich besucht werden. Es werden zudem Führungen und zahlreiche Veranstaltungen angeboten.