Die Auswüchse des Heimatkultes kennen in Köln keine Grenzen. Wer zu allen Gelegenheiten ein Stück der Domstadt und ihrer Kultur um sich haben will, findet dazu eine reiche Angebotsvielfalt, die dmeistens irgendwo zwischen Unsinn und Selbstironie pendelt. Wer etwa selbst am PC nicht auf seine geliebte Mundart verzichten will, für den gibt es allen Ernstes eine original kölsche Computertastatur.

Wer beim Tippen mit dem eigenen Zehn-Finger-Suchsystem schon immer gehofft hat, dem permanenten Blick auf die Tastatur ein bisschen Aufheiterung abgewinnen zu können, dem darf geholfen werden. Denn auf die Tasten zu hauen ist bei der „Tastatur op Kölsch“ tatsächlich nur Nebensache. Hier zählt vor allem die Nähe zur heimisch-rheinischen Mundart.

Naheliegend findet sich auf der „Alt“-Taste selbstverständlich ein „Kölsch“, und „Delete“ ist der alten Städtefeindschaft wegen mit „Düsseldorf“ belegt. Die Space-Taste behauptet zudem tröstend „Et hätt noch immer jot jejange“. Was soll da also auch bei schwierigen Tipp-Aufgaben noch schief gehen?

Aber auch jeder einzelne Buchstabe ist mit kölscher Eigenart belegt. So findet sich unter „A“ selbstverständlich ein gutgelauntes „Alaaf“, unter „J“ der „Jeck“ und unter „H“ der klassische „Halve Hahn“. Das Dollarzeichen „$“ ist dem kölschen Klüngel zugeordnet, und mit „F11“ lässt sich der 11.11. einläuten.

Ernst nehmen darf man das natürlich nicht. Aber als lustiges Geschenk für eingefleischte Kölner (oder als augenzwinkerndes Ärgernis für zugereiste Düsseldorfer) eignet sich die Kölsch-Tastatur allemal.