Neben all dem Partyspaß, den wir in Hamburg so finden, dachte ich mir, ich streue heute noch etwas Kultur ein 😉 . Denn wo wir leben, das sollten wir schließlich auch kennen.

Habt ihr euch schon mal gefragt, was ihr von unserer Hansestadt eigentlich alles so wisst? Ich weiß nämlich nicht soviel und ich dachte, ich nehm euch ein Stückchen mit auf der historischen Stadtführung. Eines der interessantesten und kultigsten Viertel in Hamburg ist Altona. Kennt ihr ja bestimmt. Hier tobt die multikulturelle Seite und hier wird schnell klar, wieso wir hier im Tor zur Welt sind.

Altona war früher nämlich eine mittelalterische, kleine Fischerstadt, die sich zu einer der größten Städte in Dänemark auswuchs. Die ehemalige Handelsmetropole wurde aber jäh im Zweiten Weltkrieg zerstört und musste fast komplett wieder aufgebaut werden. Übrigens bedeutet Altona ,,all to nah“ – an Hamburg dran 😉 .

Zudem ist die damals dänische Stadt weltberühmt, der Jüdische Friedhof ist eine besondere ,,Sehenswürdigkeit“. Als im siebzehnten Jahrhundert die Juden aus Hamburg getrieben wurden, suchten sie Schutz im damals eben noch ausländisch dänischem Altona, wo sie sich vor dem wütenden Deutschland versteckt hielten.

Besonders stolz ist der Teil der Stadt auf das historische Rathaus, das ein bisschen Rest Selbstständigkeit demonstriert. Aber auch kennt jeder die Fischauktionshalle, da sie mittlerweile für allerlei Veranstaltungen und Festlichkeiten ,,missbraucht“ wird. Und was gehört zu dieser Halle zwingend dazu? Genau. Der berühmte Fischmarkt, wo es mittlerweile nicht mehr nur noch Fisch zu erstehen gibt, sondern eigentlich alles, was das Ramsch-Herz begehrt.

Altona ist irgendwie der gemütliche, beherzte Teil der Stadt. Hier ist zwar auch alles wuselig, aber im gemähchlichen Schritttempo. Obststände fläzen gemütlich neben modernen Cafés und die Buchläden lassen übrigens hier nichts zu wünschen übrig 🙂 . Viele Familien Hamburgs treibt es nach Altona, weil man sich hier besonders schnell aufgehoben wird und sich dazu gehörig fühlt. Mal davon abgesehen, dass Familienfreundlichkeit hier auch ganz groß geschrieben wird.