Trotz zahlreicher politischer Maßnahmen für mehr Gleichberechtigung: Die Führungsetagen der Berufswelt werden nach wie vor von Männern dominiert. Besonders an der Spitze großer Wirtschaftskonzerne findet man nur selten Frauen. Doch trotz aller Widrigkeiten haben einige Frauen es geschafft, sich in der von Männern dominierten Führungsebene durchzusetzen. Was diese Frauen geschafft haben, dient vielen jungen deutschen Frauen als Vorbild.

Niedersachsen: Kristin Schwarz setzt sich in der Fleisch-Industrie durch

Fleisch, Wurst, Frikadellen. Diese und andere Produkte haben die Schwarz Cranz GmbH und Co. KG groß gemacht. Doch an der Spitze dieses traditionsreichen Familienunternehmens aus Neu Wulmstorf in Niedersachsen steht kein gestandener Kerl, sondern Kristin Schwarz, eine ehrgeizige Geschäftsfrau. Nachdem Schwarz ihr BWL-Studium erfolgreich absolviert hatte, stieg sie im Jahr 1999 in das Familienunternehmen ein. Voller Engagement nahm sie sich den Belangen des Unternehmens an und schaffte es, trotz der anfänglichen Skepsis ihrer Mitarbeiter, den Umsatz des Unternehmens von 40 auf 130 Millionen Euro zu steigern.

Nordrhein-Westfalen: Simone Bagel-Trah ist Mutter und erfolgreiche Unternehmerin

Simone Bagel-Trah hat geschafft, wovon viele Männer nur träumen können: Sie ist nicht nur die Vorsitzende des Aufsichtsrats eines Dax-Konzerns, sondern zusätzlich Aufsichtsrätin der Bayer AG. Die aus Düsseldorf stammende Unternehmerin ist die Ur-Ur-Enkelin des berühmten Fritz Henkel, studierte Biologie und war an der Gründung des Hochschulrates der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf beteiligt. Bagel-Trah bringt Familie und Beruf erfolgreich unter einen Hut und ist damit ein Vorbild für viele Frauen aus aller Welt.

Berlin: Junge Unternehmerinnen mischen die Modebranche auf

Onlineshops für Mode liegen derzeit voll im Trend. Das wissen auch Julia Bösch und Anna Alex: Zwei Frauen, die unter anderem für den Modehändler Zalando gearbeitet haben. Doch das Leben als Angestellte war den beiden Frauen einfach nicht genug. So gründeten sie ihren eigenen Online-Modehandel. Ihre Idee bestand darin, speziell Männer mit zu ihrem Geschmack passender Mode auszustatten. Das Konzept schlug ein wie eine Bombe: Outfittery, das Unternehmen der Beiden, beschäftigt derzeit rund 200 Mitarbeiter. Eine echte Erfolgsgeschichte mit Vorbildcharakter.


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