Der 1. FFC Frankfurt hat heute nach dem Finale gegen den FC Saarbrücken den DFB-Pokal gewonnen – nun bereits zum siebten Mal in der zehnjährigen Vereinsgeschichte. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, konnten die Frankfurterinnen in der zweiten Hälfte mit weiteren vier Toren das Spiel mit 5:1 für sich entscheiden. Ein eindeutiger Sieg, jedoch haben sich die Saarbrückerinnen gut gewehrt. Im Viertelfinale 2005/2006 hatten sie noch ganze zwölf Tore der Frankfurterinnen einstecken müssen.
Während die Männer von der Eintracht Fankfurt zur Zeit lediglich im Mittelfeld der Bundesligatabelle rangieren, zeigen die Frankfurterinnen beachtliche Leistungen auf dem Fußballfeld. Auch in der Bundesliga liegen die sechsfachen Meisterinnen weit vorne auf dem zweiten Platz. Vor dem heutigen Spiel sagte Johannes B. Kerner scherzhaft im ZDF, der FFC Frankfurt solle doch gegen die Männer des FC Bayern antreten, das wäre ein spannenderes Spiel – ein bitterer Scherz für die Frankfurter Eintracht, die diese Woche 1:3 gegen die Münchner verloren hatte.
Die guten Leistungen des FFC sind kein Wunder, ist die Mannschaft beinahe deckungsgleich mit der Nationalelf. Und auch dort, im internationalen Wettbewerb erzielen die Fußballerinnen die besten Ergebnisse. Die Männer-WM 2006 erhielt eine unglaubliche mediale Aufmerksamkeit und noch das Ausscheiden der deutschen Mannschaft konnte die Fans nicht daran hindern, wie nach einen Sieg zu feiern. Der Weltmeisterinnentitel, den sich deutschen Frauen 2007 sicherten, wurde weit stiller gefeiert. Dem Publikum geht es eben doch nicht nur um den guten Sport auf dem Rasen – auch mit den besten Leistungen bleibt der Frauenfußball ein exotisches Thema für die Öffentlichkeit. Trotz dieser geringen Aufmerksamkeit ist die Freude von Torschützin Birgit Prinz ungetrübt: “Es ist geil hier zu spielen”, sagte sie nach dem erfolgreichen Spiel.