Frankfurter wird heiß – dank Abwasser und warmer Luft

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Frankfurter wird heiß – dank Abwasser und warmer Luft

Die Stadt Frankfurt am Main forciert einen ehrgeizigen Plan: Bis 2050 soll der Umstieg hinzu erneuerbaren Energien klappen. In Sachen Strom scheint das machbar zu sein. Nur woher soll die Wärme ohne Öl und Gas kommen? Auch dafür gibt es bereits praktikable Lösungen.

Fest steht: Die Energiekosten steigen jedes Jahr. Doch ein Stromvergleich zahlt sich immer aus! Innerhalb von Minuten lassen sich bei Portalen wie Verivox Stromanbieter vergleichen. Durch einen Anbieterwechsel lassen sich je nach Verbrauch mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen!

Drei Gebäude werden bereits mit Abwasser beheizt

Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, muss der Energiebedarf der Bankenstadt halbiert werden, dieser Teil könne dann mit selbst produzierter Energie durch Abluft und Abwasser versorgt werden.

Die meisten Frankfurter möchten mit dem Abwasser, das durch das Kanalnetzt unter der Stadt fließt, eher nichts zu tun haben. Doch es könnte zukünftig Tausende Privathaushalte sowie Hunderte Büros in Frankfurt in der kalten Jahreszeit mit Heizwärme versorgen. Nur wie ist das möglich?

Das Abwasser hat aufgrund von Waschmaschinen, Geschirrspülern und heißen Duschen das ganze Jahr über um die 12 Grad. Diese Grundwärme möchte man nutzen, um das Abwasser mithilfe eines Wärmetauschers auf 60 Grad zu erhitzen. Genaugenommen wird dem Abwasser die Energie entzogen und diese wird in die Wohnungen eingespeist. „Das funktioniert wie ein Kühlschrank. Der führt mithilfe eines Kühlmittels die Wärme von innen nach außen, wo sie über die Kühlrippen an der Rückseite abgegeben wird“, so Wolfram Stodtmeister vom Berliner Büro Eco.S gegenüber „Frankfurter Neue Presse“.

Das Aktivhaus an der Speicherstraße am Westhafen, ein Wohn- und Bürohaus im modernen Europaviertel und die Theologische Hochschule Sankt Georgen in Oberrad heizen bereits mit Wärme aus Abwässern, wie die „Frankfurter Allgemeine“ berichtet.

Abwasser reicht nicht aus – aber es gibt weitere Wärmequellen

Die lauwarme „Dreckbrüh“ in der Kanalisation ist nicht die einzige Wärmequelle zum Heizen in der Zukunft. Im Stadtgebiet gibt es unzählige Betriebe, die ihre produktionsbedingte Abwärme bisher ungenutzt in die Luft blasen. Darunter vier Industrieparks und etwa 40 Rechenzentren. Das Energiereferat hat ausgerechnet, dass momentan um die 64.000 Wohnungen mit Abwärme versorgt werden könnten. Bis 2050 könnten „60 Prozent des Bedarfs durch Abwärme gedeckt werden“, so Paul Fay vom Energiereferat – allerdings müssen die Haushalte bis dahin weniger Wärme benötigen.

Rechenzentrum als „ökologisch sinnvoller“ Energieversorger

Im Gallusviertel unweit vom Frankfurter Hauptbahnhof entsteht gerade das Quartier Kleyerstraße mit 1.500 Wohnungen. In der Nähe steht ein großes Rechenzentrum, das massig Abwärme produziert. Sie ist 35 Grad warm. Damit könnte zukünftig das gesamte Quartier geheizt werden.

Bild: Pixabay, 1200923, Atiya