Bildbände mit Fotos aus dem Köln der Vorkriegszeit gibt es einige, doch bei filmischen Dokumenten ist die Auswahl bislang eher rar. Umso willkommener ist eine DVD des Kölner Filmemacher Hermann Rheindorf, der über rund eine Stunde hinweg Bewegtbilder der unzerstörten Stadt zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts zusammengestellt hat.

Unter dem Titel „Filmreise in das alte Köln“ lässt sich seit dem 1. Dezember eine faszinierende Sammlung historischer Filmaufnahmen der Domstadt bestaunen. Gebäude, Straßenzüge, aber vor allem das Leben der Menschen zwischen 1896 und 1933 wird wieder lebendig, und einiges mag man trotz der zeitlichen Distanz sofort wiedererkennen. Ähnlich erging es so manchem, als vor etwa genau einem Jahr der Stummfilm „Der Bettler vom Kölner Dom“ in digital restaurierter Form wiederveröffentlicht wurde.

Hermann Rheindorf  hat weltweit in Archiven und Sammlungen recherchiert und dabei einige Filmdokumente zusammengetragen, von deren Existenz man bis dato eher nur zu träumen gewagt hätte. Unter anderem gibt es den Rosenmontagszug von 1913 zu sehen, die Eröffnung des Kölner Stadions von 1923, die Kölner Messe 1928 und vieles anderes mehr.

Das Millowitsch- und Hänneschen-Theater, die Hohe Straße, der längst nicht mehr existente Flughafen Butzweilerhof, der „Dicke Pitter“, die großen Kirchen, Neubau in Bickendorf und Zollstock in den 20ern – die Themen sind reichhaltig und werden eingerahmt von Ereignissen der Stadtgeschichte.

Die Nachfrage ist derzeit so groß, dass der Verleih rheindvd schon um etwas Geduld bei der Zustellung bitten muss. Wer noch bis Weihnachten beliefert werden will, sollte sich also beeilen.