Über ein Jahr ist es her, dass der in Leverkusen geborene WBA-Weltmeister im Mittelgewicht das letzte Mal im Ring gestanden hat. Am 4. September gibt es ihn in der Lanxess-Arena jetzt wieder live zu sehen. Aber auch sonst ist der Boxer bosnischer Abstammung in Köln zuhause. Sein Gym am Bonner Wall ist das derzeit modernste Trainingsstudio seiner Art in Europa.

33 Siege, ein Remis und zwei Niederlagen sind eine ansehnliche Bilanz. Dreimal errang Felix Sturm bisher den Weltmeistertitel, 2006 verlor er seinen Gürtel zum letzten Mal, und zwar an den Spanier Javier Castillejo durch technischen k.o. in der zehnten Runde. Ein Jahr später holte er sich den Titel wieder zurück. Jetzt verteidigt er ihn gegen den 29-jährigen Giovanni Lorenzo.

Der Gegner kann sich ebenfalls sehen lassen: 29 von 31 Kämpfen gewonnen, 21 davon vorzeitig. Nur knapp verlor er 2009 gegen Sebastian Sylvester im Kampf um den WM-Titel im Mittelgewicht der IBF. Das Aufeinandertreffen Sturm/Lorenzo am 4. September in der Lanxess-Arena klingt also vielversprechend.

Für Sturm ist es der erste Kampf unter Trainer Fritz Sdunek. Von seinem ehemaligen Manager Klaus-Peter Kohl, Chef von Universum Promotion, hatte er sich zuvor getrennt – ein kostspieliger Spaß, denn eine einseitige optionale Vertragsverlängerung wurde zum Streitpunkt.

Jetzt operiert Sturm selbständig. In Köln hat er sich auf 1200 Quadratmetern ein Gym der Extraklasse eingerichtet, das sich in regelmäßigen Abständen besichtigen lässt. Für das Boxevent am 4. September fungiert er als Veranstalter und muss finanziell beachtlich in Vorleistung treten.

Für Sturm-Fans also ein Zusatzgrund, beim Ticketkauf keinen Rückzug zu machen, zumal 28 Euro in der günstigsten Preisklasse eigentlich erschwinglich sind. Natürlich kann man es auch richtig krachen lassen und Spitzenplätze für 131 Euro ergattern, aber das muss ja nicht sein. Alle anderen können alternativ der Live-Übertragung auf Sat1 folgen.

Für das sportliche Köln, das gerade erst die Wakeboard-Meisterschaften erfolgreich hinter sich gebracht hat und demnächst mit der Cologne Horse Show auf Turnierreiten setzt, ist das Boxevent jedenfalls eine weitere Bereicherung.