Stolpersteine heißen sie auch, denn sie sind dazu da „darüber“ zu stolpern, allerdings im übertragenen Sinn. Doch wie und warum lässt der Künstler Gunter Demnig die Menschen stolpern?


Die Spur der Steine ist ein Kunstprojekt für Europa des Künstlers Gunter Demnig. Es sind im Bürgersteig eingelassene Metalltafeln, die an die Schrecken der Naziherrschaft im 3. Reich erinnern, indem sie Menschen gedenken, die an dieser Stelle lebten und durch Nationalsozialisten gewaltsam und auf grausame Weise ermordet wurden.

Stolpersteine

Die Stolpersteine gibt es nicht nur in Hamburg, sondern an über 500 Orten in Deutschland und in mehreren Städten Europas. Die Spur der Steine in Hamburg beginnt in der Hartungstraße vor dem Theater, Kammerspiele Hamburg. Dort werden fünf Gedenksteine im Bürgersteig eingelassen und gedenken fünf ermordeter Menschen des Naziregimes, weitere Hunderte sollen folgen.

In Hamburg sind viele tausende Ermordete der Nationalsozialisten bekannt

Bis jetzt sind 8877 Hamburger Opfer des Völkermordes an jüdischen Menschen sowie Homosexuellen, Roma und Sinti und Kommunisten bekannt.

Gedenksteine, Nationalsozialismus

Die 10 cm  X 10 cm großen Tafeln sind schlicht gestaltet mit wenig Text: Hier wohnte, der Name, Geburts- und Todestag und manchmal die Tötungsart und -ort.

Niemals sollen wir vergessen!

Die Spur der Steine ist eine künstlerische Form,  die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten zu mahnen. Die Aktionskunst, wie sie auch von Joseph Beuys gemacht wurde, lässt den Betrachter aktiv werden…und aktiv sein heißt sich bewegen in Geist und Handeln…um andere zu motivieren auch nachzudenken…