Neben Fernsehturm und Rotes Rathaus prägt die Nikolaikirche, die älteste Kirche der Stadt, mit ihren beiden Türmen die Silhouette von Berlin-Mitte.

Geschichte der Nikolaikirche zu Berlin

Erbaut wurde sie in den Jahren von 1230 bis 1250. Damals hatte die Kirche nur einen Turm. Im Laufe ihrer jahrhundertealten Geschichte wurden immer wieder bauliche Veränderungen an der Kirche vorgenommen. So wurde 1452 die sogenannte Marienkapelle angebaut und wenige Jahre später erhielt das Hauptschiff die jetzige Form. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde bei einer umfangreichen Restaurierung der noch heute bestehende charakteristische Doppelturm gebaut. In den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges wurde die Nikolaikirche bombardiert und schwer beschädigt. Sie blieb danach jahrzehntelang als Ruine stehen, bis sie im Zusammenhang mit der 750-Jahr-Feier Berlins und der Umgestaltung des Nikolaiviertels in den Jahren von 1980- 1987 nach alten Plänen wieder originalgetreu aufgebaut wurde.

Die Nikolaikirche heute

Heute ist die Nikolaikirche das Highlight des Nikolaiviertels und ein Muss für Berlin-Touristen. Es gibt Gottesdienste, Orgelkonzerte und ein Teil der Kirche ist ein Museum. In diesem gibt es eine Dauerausstellung zur Kirchengeschichte und dem gesamten Nikolaiviertel. Ein großer Teil der Ausstellung ist dem früheren Nikolai-Pfarrer und bekannten Kirchenmusiker Paul Gerhardt gewidmet, dessen Ehefrau und drei Kinder hinter dem Altar der Nikolaikirche begraben sind.

Glanzlichter der Nikolaikirche

Im Bereich der ehemaligen Chorschranke befindet sich das große Triumphkreuz. Es stammt ursprünglich aus der Berliner Marienkirche. Auf seinem schweren eichenen Kreuzbalken befinden sich die Symbole der Evangelisten in Form von Menschen mit Tierköpfen. Die Kanzel der Nikolaikirche, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, bekam einen sehr wertvollen Ersatz. Eine 1662 entstandene Kanzel des Berliner Franziskanerklosters, auch im Krieg schwer beschädigt, wurde aus hunderten Originalteilen und neuem Schnitzwerk rekonstruiert und schmückt nun die Nikolaikirche.

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