Die neue Zentralmoschee in Köln strebt weiterhin ihrem Baubeginn zu. Der Kölner Stadtrat hat sich für den Bau des umstrittenen Projektes entschieden und so eine neue Streitwelle losgetreten.

Die verschiedensten Fraktionen haben ihre Meinung abgelassen. Man fühlt sich ein wenig erinnert an Streit in einem Mietwohnungs-Block. Jeder hat eine Meinung zum neuen Nachbarn, der da ein ungewöhnlich großes Zimmer beziehen und gleichzeitig einem den anderen Bewohnern fremden Gott huldigen möchte.

Die alten Leute fürchten um ihr Leben, vor allem des Nachts – schließlich ist bekannt, dass der Neue aus dem Süden stammt und von da kommen bekanntlich nur Räuber. Die jungen Leute sind neugierig und würden am liebsten die ganze Zeit beim Neuen in der Wohnung chillen und exotischen Flavor inhalieren.

Die Unbedarften nutzen freudig den über Jahre angesammelten Frust, um heftig gegen alles zu protestieren, was nicht so aussieht wie sie. Der Wortführer des Blocks hat eine provokante Meinung zum Zugezogenen und wird niemals nicht die Klappe halten. Die Vermieter der Wohnungen sind nicht eben erfreut und debattieren heftig darüber, ob es ihnen denn im Herkunfstland des Neuen ebenso erlaubt wäre, einfach so in diesem Stil einzuziehen und wenn nicht, dass man das doch bitte ändern müsse.

Was für ein Theater! Zum Schluss wird sowieso nur die Miete darüber entscheiden, wer bleibt und wer nicht.