Da die IFA seit 2006 wieder jedes Jahr stattfindet, dürfen wir uns auch 2009 wieder auf die weltgrößte Elektronikmesse freuen. Vom 4. bis zum 9. September findet die Internationale Funkausstellung wie gewohnt in der Berliner Messe am Funkturm Unterschlupf, um allerlei neue Produkte aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik vorzustellen.

So innovativ und schnell ist diese Sparte mittlerweile geworden, dass man ein halbes Jahr nach der CeBIT und ein Jahr nach der IFA 2008 bereits wieder Neuigkeiten und brandaktuelle Handys, Flachbildfernseher etc. erwarten darf.

Topthemen bei der Hannoveraner Informationstechnik-Messe 2009 waren im Bereich der Unterhaltungselektronik Multimedianotebooks, Super-Smartphones und die Nutzung biometrischer Geräte zur Datensicherung.

Wie jedes Jahr werden auf der IFA, die mit dem Untertitel „Consumer Electronics Unlimited“ wirbt,  auch dieses Mal wieder noch größere Fernseher, noch kleinere Speichereinheiten, noch einfacher zu bedienende Navigationsgeräte und noch komplexere Mobiltelefone – deren Bedienung in Arbeit auszuarten droht – zu bestaunen sein, außerdem jede Menge Multimedia-Nonsens, aber vielleicht ja auch die eine oder andere tatsächliche Perle in Bezug auf Nützlichkeit, Preis oder Design.

Trends der vergangenen Jahre werden wohl auch in diesem September erneut aufgewärmt oder weiter ausgebaut (s.o.). Eins ist aber klar: DER Trend geht in Richtung Vielseitigkeit, Vernetzung und Erreichbarkeit. Handys fotografieren mittlerweile besser als viele Kameras, Kühlschränke surfen schneller als mancher Computer. Und die Fernsehgeräte haben unterdessen Dimensionen erreicht, die sie in dieselbe Liga wie Kinos aufrücken lassen: 4 Meter Bildschirmdiagonale und dabei kaum dicker als eine Kinoleinwand.

Während die IFA für Elektronik-Händler eine Pflichtveranstaltung ist, um das Sortiment zu erneuern oder zu ergänzen und um auf dem Laufenden zu sein, gilt für uns Privatpersonen dennoch auch bei der IFA 2009 wieder: Auch wenn man es nicht braucht oder kauft – in die Hand nehmen und ausprobieren macht doch schon irgendwie Spaß. Und außerdem kostet die Tageskarte für Privatbesucher auch nur 10 Euro. Da braucht man dann nur noch genügend Zeit, um möglichst Alles mitzukriegen, aber bei Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr schafft man schon was weg.

Und wenn man von dem ganzen Multimedia-Klimbim mal zwischendurch ein wenig Abstand braucht: auch für Unterhaltung durch echte Menschen wird gesorgt, u.a. von Annett Louisan, Amy MacDonald oder dem Rock’n’Roll-Koch Stefan Marquard.

Ob trotz der Wirtschaftskrise auch in diesem Jahr wieder Hunderttausend zur IFA strömen werden, bleibt abzuwarten, mit der Zulassung für Küchen- und Haushaltsgeräte konnte jedoch eine weitere Kundengruppe angesprochen und angelockt werden. So oder so, natürlich zieht die Elektronikausstellung aber immer jede Menge Touristen nach Berlin. Hoffentlich steht bis zum September der S-Bahn-Verkehr wieder, sonst wird’s noch chaotischer in der Hauptstadt, als es ohnehin schon ist.