Die Paulskirche ist eine der Sehenswürdigkeiten in Frankfurt am Main. Einst war sie die evangelische Hauptkirche der Stadt, heute wird der klassizistische Rundbau hauptsächlich für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Die Paulskirche hat eine interessante und bewegte Geschichte. In ihren Mauern tagte die erste frei gewählte Volksvertretung der deutschen Lande. Im Jahr 1944 brannte die Kirche nach einem Bombenangriff aus. Die Relevanz der Paulskirche zeigt sich auch daran, dass sie als erstes historisches Gebäude in Frankfurt nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde.

Geschichte der Paulskirche in Frankfurt

Der Bau der Paulskirche begann im Jahr 1789 auf Grundlage überarbeiteter Vorlagen des Architekten Johann Friedrich Christian Hess. Nachdem der Grundstock fertig war, mussten die Arbeiten an dem Bau immer wieder verschoben werden. Die Koalitionskriege, die zu der Zeit tobten, ließen die Waren, die zum Bau benötigt wurden knapp werden. Dazu kamen später politische Neuordnungen, die auch das Kirchenrecht betraf und vor der Fertigstellung geklärt werden sollten. Erst im Jahr 1833 konnte der erste Gottesdienst abgehalten werden. Die Kirche wurde nach dem Apostel Paulus benannt.

Da die Kirche den modernsten und größten Saal in Frankfurt hatte, wurde hier 1848 die erste Nationalversammlung eines frei gewählten deutschen Parlaments abgehalten. Die Paulskirchenverfassung, war die erste demokratische Verfassung für Deutschland, die aber am Widerstand des preußischen Königs scheiterte. Dennoch war die Versammlung in der Paulskirche ein wichtiger historischer Moment der deutschen Geschichte.

Im Jahr 1944 brannte die Kirche nach einem Bombenangriff aus. Nach dem Ende des Krieges wurde 1947 der neue Grundstein für den Ausbau der Paulskirche gelegt.

Die Paulskirche nach dem Wiederaufbau

Passend zum hundertjährigen Jubiläum der Frankfurter Nationalversammlung konnte die Wiederaufgebaute Paulskirche 1948 eröffnet werden. Das Gebäude aus Mainsandstein wurde aus Kostengründen und Mangel an Baumaterial innen stark verändert. Der Einst riesige Saal der Paulskirche wurde durch eine Zwischendecke in zwei Etagen unterteilt. Der untere Teil eignet sich gut für Ausstellungen. Oben im Plenarsaal können noch immer die Ausmaße des einstigen Saales und die Architektur bewundert werden werden.

Die riesige Kuppel wurde durch ein leicht gewölbtes, kupfergedecktes Dach ersetzt. Heute ist die einstige Kirche das Haus aller Deutschen und eine imposante Sehenswürdigkeit Frankfurts.