Hamburg ist Musuemsstadt. Und dazu gehören auch die Deichtorhallen, die immer wieder mit tollen Ausstellungen locken.

Es ist Montag. Zeit für ein bisschen Kultur 🙂 Ich bin ja ein Fan der Deichtorhallen, denn dort sind immer interessante Ausstellungen- vor allem im Haus der Fotografie. Mit klassicher Kunst wie sie z.B. in der Kunsthalle zu finden ist habe ich es ja nicht so. Doch was sind diese komischen Gebäude eigentlich genau?

Keine alten Hasen im Geschäft
Zwischen 1911 und 1914 wurden die Deichtorhallen erbaut. Sie dienten als Ersatz für den auf zwei Plätze geteilten Hamburger Großmarkt. Zuvor befand sich hier der Berliner Bahnhof, der nun durch den Hamburger Hauptbahnhof ersetzt worden war. Der Großmarkt wurde nach Hammerbrook verlegt und 1962 zog ein Blumengroßmarkt in die Deichtorhallen, daraus entstand dann aber das Veranstaltungszentrum die Markthalle, wo heute Konzerte und (wilde) Partys gefeiert werden. Seit dem April 2005 gibt es nun zusätzlich auch das „Haus der Photographie“ im südlichen Gebäude.

Immer wechselnd, immer toll
Das besondere an den Deichtorhallen ist, dass sie keine festen „Werke“ haben, sondern die Ausstellungen wechseln und somit immer wieder neue Werke zu entdecken sind. Eine besondere Ausstellung ist die „Visual Leader“, die ihre Tradition in den Deichtorhallen hat. Hier werden jedes Jahr die besten Fotoserien, Zeitschriften-Beiträge, Anzeigen und WebSites des vorigen Jahres gezeigt. Auch dieses Jahr ist wieder viel zu sehen. Unter anderem sogar exklusive Ausstellungen die sonst nirgends in Deutschland zu sehen sein werden.

Das Programm 2009

  • Herbert Tobias – Blicke und Begehren. Eine Retrospektive zum Werk des Fotografen (1924 – 1982)– 07.05.09 – 16.08.09
    Herbert Tobias ist einer der bedeutendsten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit. Mit rund 200 Werken stellt er bis Mitte August sein Lebenswerk vor.
  • Parallel dazu im Haus der Photografie „Wolfgang Zurborn China! Which China?“ – 07.05.09 – 16.08.09
    Hier findet man aus der Ausstellung von 2006 Photografien aus Peking und Shanghai.
  • Paralell dazu cecily brown – 25.04.2009 – 30.08.2009
    Sie lebt eigentlich in New York, aber stellt glücklicherweise hier aus. Sie sagt zu ihrer Ausstellung: „Ich benutze erotische Fotografien, um den Körper zu studieren. Dabei interessiert mich der emotionale Gehalt dieser Vorlagen“.
  • Werkschau von Katharina Fritsch – 06.11.09 – 07.02.2010
    Die erste größere Einzelausstellung in Deutschland seit ihrer Präsentation zur Eröffnung des K 21 in Düsseldorf 2001. In Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich wird diese Schau konzipiert und exklusiv nur für Deutschland in den Deichtorhallen gezeigt.

Eintrittspreise
In der Nordhalle kostet der Normaleintritt 9 Euro, ermäßigt kostet es 5 Euro. Der Eintritt für das Haus der Photographie (Südhalle) kostet zwischen 7 Euro und ermäßigt 5 Euro. Je nachdem ob man in größeren gruppen oder zu bestimmten Ausstellungen möchte ist auch der Eintrittspreis verschieden hoch.