Nicht nur Gaunern und Ganoven ist das Hamburger Polizeikommissariat des Bezirks 15 wohl bekannt. Die Wache kennt man aus Film und Fernsehen, zum Beispiel aus der Serie „Großstadtrevier“ der ARD. Im kleinsten Revier Europas haben die Beamten immer was zu tun.

Mit sympathischem, norddeutschen Charme ist hier auf der Davidwache die Polizei wirklich noch dein Freund und Helfer, zumindest im Fernsehen. Die Beamten arbeiten auf Hamburgs heißestem Pflaster: Dem berühmt-berüchtigten Kiez St. Pauli. Gleich nebenan tummeln sich angetrunkene Partygäste und die Prostitution boomt. Hand in Hand wird hier mit den Schattenseiten der Großstadt gearbeitet, damit das authentische Kartenhäuschen von St. Pauli nicht plötzlich zusammenfällt.

Die Davidwache von St. Pauli

Die Davidwache an der Reeperbahn, Ecke Spielbudenplatz/Davidstraße, überwacht ein Revier von nur 0,92 km² und ca. 14.000 Einwohnern. Trotzdem gibt es genug zu tun, sodass das kleine Backsteinhaus neben dem St.-Pauli-Theater bald nicht mehr ausreichte. 2005 bekam die Kriminalpolizei und die Abteilung für straßenverkehrsbehördliche Angelegenheiten des 15. Bezirks einen eigenen Anbau, um den Komplex zu erweitern.

Geschichte der Davidwache in Hamburg

Als St. Pauli noch vor den Toren von Hamburg lag, bekam es auch schon bald eine eigene Wachmannschaft. 1868 zog diese dann in das Gebäude des ehemaligen Militärs von Hamburg ein, an dessen Stelle bis heute die Davidwache steht.

Die berühmte Wache wurde von Fritz Schumacher geplant und 1914 von der Polizeiwache bezogen. Die charakteristische Schmuckkeramik stammt von Richard Kuöhl. Natürlich gab es Streit um den Standort, da die Spielbudenbetreiber die Polizei nicht direkt nebenan sehen wollten. Doch wahrscheinlich hat genau dieses Nebeneinander von Vater Staat und dunklen Machenschaften die Davidwache erst zur wohl berühmtesten Polizeiwache Deutschlands gemacht.

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