Das Deutsche Zollmuseum in der Hamburger Speicherstadt und Hafencity ist das einzige seiner Art in ganz Deutschland und wird in von jedem Reiseführer Hamburgs Auf knapp 800 Quadratmetern wird die etwas langweilig anmutende Zollgeschichte von der Antike bis zur Moderne den Besuchern anschaulich näher gebracht.

Im Jahr 1992 öffnete das Deutsche Zollmuseum in der Speicherstadt im ehemaligen Zollamt von Hamburg seine Tore. Das Museum steht in der Tradition des einstigen Reichszollmuseums, welches bis zum Zweiten Weltkrieg in Berlin sein Zuhause hatte, aber in den Wirren des Krieges fast vollständig zerstört wurde. Das Zollamt selbst ist das richtige Ambiente für diese Thematik, zumal bis 1985 noch als solches fungierte.

Schon vor knapp 4.000 Jahren gab es in Mesopotamien ein Abgabesystem, eine gefundene Tontafel belegt dies für das Gebiet im heutigen Irak. In den antiken Großmächten Griechenland und Rom waren Abgaben an den Landesgrenzen schon längst alltäglich, allerdings wurden die Forderungen meist in Form von Naturalien beglichen. Im Museum wird ausführlich über die Hochzeit des Zolls im Mittelalter eingegangen, wo ein jeder Kleinstaat von den reisenden Händlern profitieren wollte und an den Landesgrenzen Einfuhrzölle erhob.

Der für Hamburg charakteristische Zoll auf dem Wasserweg ist ebenfalls ein Kapitel des Museums gewidmet. Vor dem Museum kann das 28 Meter lange Zoll-Schiff „Oldenburg“ besichtigt werden, das vor den Toren der Stadt die Zollbestimmungen überwachte. Anhand von Urkunden, Niederschriften und Arbeitsgeräten wird die Arbeit des Zolls den Interessierten näher erklärt. Erschreckend und zum Teil belustigend sind die Beschreibungen und Darstellungen von Schmuggelorten. Die Ware wurde beispielsweise in Brot eingebacken, von Schmugglern verschluckt oder in Teppiche eingearbeitet. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

In den vergangenen Jahren erfreute sich das Museum einer wachsenden Beliebtheit in der Hansestadt Hamburg.

Adresse:

Alter Wandrahm 15a,16
20457 Hamburg
U-Bahn: U1: Messberg