Der Münchner Viktualienmarkt ist ein ständiger Markt im Herzen der Stadt München. Der Name des Marktes leitet sich vom lateinischen Wort Viktualien ab, was Lebensmittel bedeutet. Seine Stände haben täglich außer sonn- und feiertags geöffnet und laden nicht nur Touristen zum Schlendern, Schlemmen und Verweilen ein.


Seit über 200 Jahren tummeln sich die Menschen bereits in den sieben Abteilungen des Münchner Viktualienmarkts. An den teilweise fest installierten Ständen findet man alles, was das Herz begehrt, von Käse, Wild und Fisch über Brot und Waldprodukte bis hin zu koscherem Essen und einem Biergarten, den alle Brauereien Münchens abwechselnd beliefern.

Die Entstehung des Viktualienmarkts München

Im Jahr 1807 wurde der Schrannenplatz, heute Marienplatz, für den Münchner Stadtmarkt zu klein. So ließ Max I. Joseph die Benefizhäuser am Heiliggeistplatz abbrechen. Nach einigen Verlegungen und Erweiterungen, etablierten sich ab 1870 feste Stände, im Jahr 1890 hatte der Markt seine heutige Größe erreicht.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Viktualienmarkt stark zerstört und unter erheblichen finanziellen Aufwand zu neuem Leben erweckt. Es entstanden Gedenkbrunnen, etwa für Karl Valentin oder Liesl Karlstadt.

1969 wurde der Markt für die Olympischen Spiele neu saniert und entwickelte sich weiterhin zu einem Feinschmeckermarkt, der heute 140 Firmen auf 22.000m² beherbergt.

Maibaum und Biergarten des Viktualienmarktes

Im Zentrum des Viktualienmarktes steht der Maibaum und befindet sich der Biergarten mit 1000 Plätzen. Da die Stadt keine der Brauereien bei der Lizenzvergabe bevorzugen wollte, beliefern die Brauereien den Biergarten auf dem Viktualienmarkt im Wechsel. An einer Tafel ist die aktuelle Sorte angeschlagen. Im Zentrum liegen auch die Fischhalle und der Waldmarkt.

Viktualienmarkt-Stände rund um den Maibaum

Weitere fünf Abteilungen liegen rund um die zentrale Abteilung des Viktualienmarktes. Ein Teil beherbergt einen obstfreien Bereich, in dem sieben Händler täglich zirkulieren. Eine weitere Abteilung ist geprägt vom Café Nymphenburg und Osthändlern. Etwas weiter finden sich Geschäfte wie die Bäckerliesl, der Exoten Müller und die Suppenküche.

Die sogenannte sechste Abteilung wurde 2006 komplett renoviert und ist Eigenerzeugern vorbehalten. Darüber hinaus finden sich hier ein Geschäft für koscheres Essen sowie einige Fisch- und Geflügelhändler.

Das Petersbergl des Viktualienmarktes

Die siebte Abteilung ist das 1880 errichtete Backsteinhaus Petersbergl. Hier findet man Metzger, ein Kammfachgeschäft, das Café Rischart und zwei Kunsthandwerker. Der Bereich ist durch eine Straße vom übrigen Markt getrennt, die kleine Anhöhe gehört aber zum Viktualienmarkt und ist mit ihrer öffentlichen Terrasse, die einen wunderbaren Blick über den Markt eröffnet, nicht mehr weg zu denken.