Der Kölner Dom im Zweiten WeltkriegEin neues Buch beschäftigt sich mit den Zerstörungen, die der Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg erlitten hat. Begleitet wird die Veröffentlichung mit einer kleinen Ausstellung im Domforum, sowie einer Reihe von Vorträgen und Führungen zu den einzelnen Schauplätzen der Bombeneinschläge.

Beständig halten sich die Gerüchte, es habe bei den Angriffen auf Köln einen Befehl gegeben, den Dom zu verschonen. Dem widersprechen zwar alle bekannten Dokumente und Zeitzeugen, doch wer sich historische Bilder mit dem fast intakt erscheinenden Bauwerk inmitten einer völlig zerstörten Stadt anschaut, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die alliierten Bomber zumindest Widerwillen gespürt haben müssen.

Das eindrucksvolle Buch „Der Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg“ von Niklas Möhring legt hiervon Zeugnis ab, zeigt aber zugleich auch auf, dass die Zerstörungen des Gebäudes weit umfangreicher waren, als es die bekannteren Panoramaaufnahmen der Stadt nahe legen. Kriegsschäden sind bis heute zu verzeichnen. Auch gibt es einen Einblick in die umfangreichen Schutzmaßnahmen, die vorgenommen wurden, um das Wahrzeichen der Stadt zu schützen. Zudem werden eher unbekannte Versuche zur Rettung der Domschätze beleuchtet.

Zu sehen gibt es über 100 Abbildungen, darunter einige zuvor nie veröffentlichte Aufnahmen, die das Maß der Zerstörung anschaulich machen, aber auch einen Eindruck davon vermitteln, wie umfangreich die Wiederherstellungsarbeiten seit Kriegsende waren. Eine Auswahl der Bilder zeigt das Domforum in einer kostenlosen Ausstellung, die bis zum 18. August zu sehen ist.

Begleitend werden Vorträge und Führungen angeboten, die im Dom selber noch bestehende Spuren der Zerstörung zeigen. Das Buch erscheint in deutscher und englischer Version zum jeweiligen Preis von 17 Euro.

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Niklas Möring:
Der Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg

112 Seiten, 101 Abbildungen in Duoton, 100 s/w-Abbildungen, 21 x 27 cm
ISBN 978-3-922442-72-1 (deutsch)
ISBN 978-3-922442-73-8 (englisch)