Vom Dom kann der Kölner gar nicht genug schwärmen. Mehr als bloßes Wahrzeichen der Stadt, genießt die Kathedrale Weltruhm und ist das meistbesuchte historische Gebäude Deutschlands. Für eine neue TV-Dokumentation des WDR wurde die Kirche vollständig im Computer nachgebaut, um bislang nie gesehene Perspektiven zeigen zu können.

Giganten der Gotik

Unter dem ebenso schlichten wie programmatischen Titel „Der Dom von Köln“ zeigt der mehrfach preisgekrönte Filmemacher Martin Papirowski erstmals Kran- und Kamerafahrten innerhalb und außerhalb der gotischen Kathedrale, die man eigentlich nicht für machbar halten würde. Möglich wurden die beeindruckenden Bilder dank moderner Digitaltechnik, denn was es zu sehen gibt, wurde im Wesentlichen am Rechner entworfen.

Damit der Unterschied zwischen realen und digitalen Aufnahmen aber möglichst gering ausfällt, wurde das gesamte Filmmaterial optisch nachbearbeitet. Für den ungeübten Zuschauer ist es jetzt kaum mehr möglich auszumachen, wo es den echten Dom zu sehen gibt, und wo den rein virtuellen. Gerade in dieser Hinsicht unterscheidet sich die aktuelle Produktion damit entscheidend von einem früheren Beitrag der ZDF-Reihe „Terra X“.

In Spielszenen, die mit jeder Menge Statisten in Bukarest gedreht wurden, gibt es einen Überblick zur Entstehungsgeschichte des Bauwerks. Fachlich kommentiert wird das Gezeigte von Noch-Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner. Insgesamt flossen 900 Arbeitstage in die Fertigstellung des Films ein, den es nun am 1. November zunächst um 11.15 Uhr in der ARD und dann noch einmal um 18.05 Uhr im WDR zu sehen gibt.

Begleitend erscheint im Dumont-Verlag der von Papirowski und Susanne Spröer verfasste 300-seitige Bildband „Giganten der Gotik“ (ISBN 978-3-8321-9392-8).