Der Fund eines römischen Schiffwracks freut die Archäologen und regt die Fantasie an.

Am 6. Dezember wurde es in der Altstadt, 12 Meter unter dem Altermarkt, entdeckt – da hat der Nikolaus es aber wirklich gut mit uns gemeint. Was der Bau eines U-Bahn-Tunnels alles so ans Tageslicht befördert – faszinierend. Die Teile des Schiffswracks werden nun zur Restaurierung nach Mainz transportiert, dort gibt es ein Museum für antike Schifffahrt, das sich mit der Konservierung solcher Objekte für die Ewigkeit bestens auskennt. Dafür musste das ziemlich gut erhaltene Wrack so in vier Teile zerlegt werden, dass man es hinterher auch nahtlos wieder aneinandersetzen kann.

Es scheint ein Transportschiff gewesen zu sein und hat das damalige Köln mit Gütern und Waren versorgt.
Ich frage mich bei solchen Gelegenheiten gerne, was für Menschen waren das damals?
Hatte das Schiff einen Namen oder eine Nummer?
Um etwa 100 nach Christus soll dieses möglicherweise bis zu 23 Meter lange Schiff gesunken sein, warum, ist noch noch nicht klar. War es ein Unfall im Nebel oder der übelmeinende Akt eines anderen Schiffbesitzers? Versicherungen gab es damals noch nicht, war der damalige Besitzer danach ruiniert? Sind die Güter, die nahe beim Schiff gefunden wurden, die Ladung oder sind die zufällig auch auf dem Grund des Kölner Hafens gelandet?

Spannend, aber einiges werden wir wohl nie erfahren, dank Nikolaus oder den Kölner Verkehrsbetrieben haben wir nun ein weiteres kleines Puzzle-Stück aus dem Altertum.