Das Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik, besser bekannt als Deutsche Museum, in München hat sich zum Ziel gesetzt, naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse möglichst lebendig aufzuarbeiten und interessierten Laien verständlich nahe zu bringen.


Das Deutsche Museum stellt rund 28.000 Obejkte aus rund 50 Bereichen der Technik und Naturwissenschaften aus und ist somit weltweit das größte Museum für Naturwissenschaft und Technik. Gezeigt wird zum einen die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften und der Technik. Daneben wird anhand ausgewählter Beispiele ihre Bedeutung für die technische und die gesellschaftliche Entwicklung aufgezeigt. Die Ausstellungsmacher setzen dabei auf das „Mitmach“-Prinzip und laden ihre Besucher ein selbst auszuprobieren. Jährlich lockt das Deutsche Museum damit über 1,5 Millionen Besucher in seine Ausstellungshallen.

Oskar von Miller – Gründer des Deutschen Museums

Gegründet wurde das Deutsche Museum 1903 von Oskar von Miller. Der Elektroingenieur aus München widmete sich schon vor der Gründung des Deutschen Museums der Vermittlung von technischen und naturwissenschaftlichen Phänomenen. So organisierte er 1882 mit großem Erfolg die erste elektrotechnische Ausstellung in München, sowie 1891 die „Frankfurter Elektrizitätsausstellung“. Sein großes Organisationstalent und seine charismatische Art prägten die Geschichte der Entstehung des Deutschen Museums maßgeblich. Gestaltung, Aufbau und der Hang zur lebendigen Präsentation gehen auf die Initiative Millers zurück. Kritiker hatten da wenig Einfluss. Im Eingangsbereich des Deutschen Museums ist Millers bezeichnender Spruch „In diesem Haus darf jeder machen, was ich will“ zu lesen. Bis 1933 leitete Miller das Deutsche Museum.

Geschichte des Deutschen Museums München

Oskar von Miller gelang es in kürzester Zeit einflussreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Industrie für seinen neu gegründeten „Vereins des Museums von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik“ zu gewinnen, unter anderem auch Prinz Ludwig. Die großzügigen Sach- und Geldspenden bildeten die Basis für die Museumsgründung. Für den Sammlungsgrundstock sorgte vor allem die Übertragung der Sammlung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Bau des deutschen Museums

Der Museumsbau sollte auf einer ehemaligen Sandbank in der Isar, der Kohleinsel, Platz finden. Als Architekt wurde 1906 Gabriel von Seidl beauftragt. Er schuf einen großen Bau aus Stahlbeton, ein zu dieser Zeit fortschrittliches Baumaterial, der so quasi selbst zum Teil der Ausstellung wurde. Mit einem großen Fest konnte der Neubau am 7. Mai 1925 eröffnet werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Deutsche Museum zu 80% zerstört, auch einige wertvolle Exponate fielen den Bomben zum Opfer und gingen verloren. 1948 wurde das Deutsche Museum wieder eröffnet und in den folgenden Jahren mehrfach erweitert.

Das Deutsche Museum heute

Heute besteht der Museumskomplex aus insgesamt drei Gebäuden, in denen die Sammlung, die Museumsbibliothek sowie zahlreiche Ausstellungen besucht werden können. Daneben wurden in den letzten Jahren Zweigstellen in Oberschleißheim (Flugwerft) und Bonn (Verkehrszentrum) eröffnet. Mit rund 50 verschiedenen Ausstellungen auf sechs Etagen ist das Angebot des Deutsche Museums enorm. Leiter des Museums ist seit 2004 der Biophysiker Wolfgang M. Heckl. Er empfiehlt sich nur wenige Bereiche für einen Besuch auszusuchen, da die Informationsfülle enorm ist. Die wohl eindrucksvollsten Vorführungen finden in der Hochspannungsanlage im Erdgeschoss statt. Hier werden Experimente wie der Faradayschen Käfigs oder Blitzeinschläge vorgeführt. Daneben werden in den verschiedenen Abteilungen mehrmals täglich Führungen angeboten, denen man sich z.T. auch ohne vorherige Anmeldung anschließen kann.

Deutsches Museum München: Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Das Deutsche Museum, sowie die Zweigstellen in Bonn und Oberschleißheim haben täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise betragen für Besucher ab 16 Jahren 8,50 €. Der ermäßigte Preis beträgt zwischen 3 € und 7 € und Familien zahlen 17 €. Daneben ist der Kauf eines Kombitickets möglich, der den Besuch der Zweigstellen auch an anderen Tagen ermöglicht. Diese ist für 15 Euro erhältlich.