Als Plattform für freie Musik, Netlabels und Künstler versteht sich die Initiative Cologne Commons, die dieses Jahr vom 10. bis 12. Juni im Kölner Filmhaus, dem New Yorker Hotel und im Gebäude 9 stattfindet. Diskussionen, Workshops und Konzerte sorgen für ein rundes Programm.

Hier treffen Theorie und Praxis mal direkt aufeinander und zeigen, dass sie nebenher gut bestehen können. Während nämlich im Konferenzteil der Cologne Commons Interessantes und Wissenswertes vermittelt wird (was etwa ist eigentlich „Netaudio“?), stellen sich im Festivalteil junge Musiker und Labels vor, die im Internet bereits erfolgreich sind.

So ist die „Stärkung digitaler und kultureller Allgemeingüter“ auch der Leitgedanke der Veranstaltung. Möglichkeiten und Chancen des Mediums Internet werden beleuchtet und am Beispiel konkreter Fälle diskutiert. Netlabels, Bands und Solokünstler machen vor allem die Vorteile deutlich und belegen sie durch ihre Präsenz.

Aber auch Themen wie Urheberrechte im Netz werden behandelt und von Experten vorgestellt. So ist die Frage nach der kommerziellen Nutzung von Musik unter dem Label „Creative Commons“ ein immer noch heißes Thema und mit der Problematik verbunden, wie Urheber an der Zweitverwertung ihrer Musik überhaupt noch verdienen können.

Zu den weiteren Programmpunkten gehört ein Kinoabend am 10. Juni im Kölner Filmhaus, bei dem eine Auswahl von Creative-Commons-Filmen gezeigt wird. Vor Ort sind die Filmschaffenden Eva Franz und Andreas Goralczyk, die im Rahmen eines Workshops Gelegenheit bieten, mit ihrem Stop-Motionfilm „Omega“ zu experimentieren.

Begleitend erscheint die Cologne Commons Compilation 05, auf der sich die 12 Live-Acts der beiden Konzertabende am 11. und 12. Juni 2010 im Gebäude 9 wiederfinden lassen.

Trägerverein der Veranstaltung ist der KunstWerk Köln e.V.