Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Grenzübergänge zwischen Ost- und West-Berlin. Obwohl der Original-Grenzübergang 1990 abgebaut wurde, ist Checkpoint Charlie heute Pilgerstätte für Touristen und Einheimische, die sich über die Geschichte der Berliner Mauer informieren wollen und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.


Nachdem im August 1961 die Berliner Mauer errichtet worden war, war der Checkpoint Charlie der einzige Grenzübergang innerhalb Berlins, über den ausländische Touristen, Diplomaten und Alliierten nach Ostberlin einreisen durften. In der Friedrichstraße zwischen Koch- und Zimmerstraße gelegen, verband er den US-amerikanischen Sektor mit dem sowjetischen Teil Berlins. Hauptaufgabe der amerikanischen Grenzsoldaten war es, die ausreisenden westlichen Alliierten zu registrieren und über den Aufenthalt in Ostberlin zu informieren.

Checkpoint Charlie – Amerikanischer Grenzübergang zwischen Ost- und Westberlin

Checkpoint Charlie war einer von drei amerikanisch kontrollierten Grenzübergängen in Deutschland. Nach dem Buchstabieralphabet der US-Army benannt, gab es neben ihm die Grenzübergange Helmstedt Alpha und Dreilinden Beta. Wie an kaum einem anderen Ort waren hier die Spannungen des Kalten Krieges spürbar. Besondere Berühmtheit erlangte Checkpoint Charlie als sich hier im Oktober 1961 amerikanische und sowjetische Panzer mit scharfer Munition gegenüberstanden. Nach drei langen Tagen lenkten die beide Seiten ein und der Grenzübergang konnte wieder passiert werden.

Checkpoint Charlie – Schauplatz spektakulärer Fluchten

Auch wurde Checkpoint Charlie immer wieder zum Schauplatz spektakulärer Fluchtversuche, die nicht selten tragisch endeten. So starb hier der 18-jährige Peter Fechter, das wohl bekannteste Maueropfer. Bei dem Versuch die Mauer zu überklettern, wurde er von mehreren Schüssen der sowjetischen Grenzer getroffen und blieb im Ost-Berliner-Gebiet liegen. Trotz einer immer größer werdenden Menschenansammlung vor der Mauer und den flehenden Hilferufen des Getroffenen kam niemand dem sterbenden Fechner zu Hilfe und er verblutete vor den Augen der Öffentlichkeit.

Mauermuseum – Museum am Checkpoint Charlie

Doch es gab auch gelungene Fluchtversuche. Im Museum am Checkpoint Charlie kann man einige dieser Fluchtversuche anhand von Fotos, Texten und den Fluchtobjekten nachvollziehen. Schon 1963 wurde das Mueseum von Historiker Rainer Hildebrandt eröffnet. Seither zeigt es die Geschichte des innerdeutschen Teilung, der Berliner Mauer und insbesondere des Grenzüberganges Checkpoint Charlie. Mit rund 850.000 Besuchern jährlich gehört es heute zu den meistbesuchten Museen Berlins.

Checkpoint Charlie – Bekannte Sehenswürdigkeit in Berlin

Obwohl der Original-Grenzübergang der neuen Bebauung des Viertels gewichen ist, wird auch heute noch die Bedeutung des historischen Ortes gewürdigt. So erinnert ein kleines Wachthaus in der Mitte der Straße, sowie ein großes Bild eines amerikanischen Grenzsoldaten an den ehemaligen Grenzübergang. Darüber hinaus steht ein als amerikanischer Grenzer verkleideter Mann für Erinnerungsfotos zur Verfügung. Seit 2006 gibt es außerdem in einer Freilicht-Galerie entlang der Straße, in der man sich kostenlos über die Geschehnisse an diesem geschichtsträchtigen Ort informieren.