Sein erstes „Erholungsbier“ auf dem Weg zum Urlaub, kann man ab dem 15. März schon
in der S-Bahn zum Flughafen nehmen. Oder auch den ersten Kaffee auf dem Weg zu einem
Geschäftsmeeting. Obwohl hier abzuwarten bleibt, ob der Kaffee eher erste Klasse ist oder ob wir uns doch auch ein wenig bis zur zweiten Klasse im Flugzeug gedulden können.

Streckennetz der S-Bahn München©wikimedia.org/Chumwa

Denn die Preise die für München eher in der unteren Klasse spielen, lassen eher auf einen ganz normalen Eisenwagen schließen, der keine Überraschungen in sich trägt: Cappuccino (1,60), Cola (2,00), Chips (1,50), Helles (2,60) und Pils (2,25). Eventuell können wir noch auf die ein oder andere nette Bedienung hoffen. Ich denke aber nicht, dass wir unseren Morgenkaffee nicht mehr beim Lieblingsbäcker kaufen werden.
Ich laß mich aber gerne überraschen. Vielleicht werden wir Münchner es ja lieben. In einer dreimonatigen Testphase wird sich dies aber nun herausstellen. Doch Vorsicht in der MVG herrscht nach wie vor Alkoholverbot. Und der Service gilt auch nur zwischen Hbf und Flughafen.

Eins ist jedoch sicher, wenn die S-Bahn sooft steht wie die letzten Wochen, werden die Erfinder Ihren Umsatz machen. Denn von Juni bis Oktober werden sich die Fahrgäste der S2 auf den Schienenersatzverkehr für mehrere Wochenenden einstellen müssen. Und auch alle anderen, die auf die S-Bahn angewiesen sind, werden in Zukunft noch froh sein, wenn Sie bei langen Wartezeiten wenigstens, ohne aus der S-Bahn auszusteigen, was zum knabbern haben.

Aber für nächstes Jahr verspricht man uns den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Fahrgastinformationen zu setzen. Weisser verspricht: „Mit diesen Aktivitäten möchten die rund 1000 S-Bahn-Mitarbeiter die Zufriedenheit der werktäglich rund 780.000 Fahrgäste weiter steigern und wie im Jahr 2008 (Fahrgastzuwachs 2,5 Prozent) neue Kunden gewinnen.“