Bundeshauptstadt Berlin: Politisches Herz der Republik

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Berlin als Hauptstadt der Bundesrepublik beherbergt das politische Machtzentrum Deutschlands. Die wichtigsten Entscheidungen der Nation werden hier getroffen, mitten in der kunterbunten Welt der multi-kulti Metropole an der Spree.

Der Umzug nach Berlin, den die deutsche Regierung in den 1990er Jahren unternahm, sorgte für reichlich Diskussion. Angesichts der horrenden Kosten für die Umgestaltung und den Neubau von Gebäuden sowie des Umzugs selbst wurden viele Stimmen laut, welche die ganze Maßnahme als ungeheure Geldverschwendung verschrien. Doch sind wir mal ehrlich: wo gehört denn der Regierungssitz eines Staates hin, wenn nicht in die Hauptstadt?! Und wo ließen sich die Geschicke der Nation besser lenken als in unserem prachtvollen Regierungsviertel?!

Der Fall der Berliner Mauer

Alles begann im Jahr 1989. Der 09. November markierte eines der wichtigsten Daten in der Geschichte der Stadt: Obwohl es keine feste politische Entscheidung gegeben hatte, war die Mauer plötzlich offen, Berliner strömten von Ost nach West, kletterten auf die Betonwand und tanzten hier ausgelassen. Es war der Anfang vom Ende der DDR. Am 03. Oktober 1990 wurde die Wiedervereinigung Deutschlands in einem feierlichen Staatsakt offiziell vollzogen und Berlin zur Bundeshauptstadt erklärt, die ersten gemeinsamen Wahlen für den deutschen Bundestag sowie für das Berliner Abgeordnetenhaus folgten im Dezember.

Der Regierungssitz der wiedervereinten Republik war zunächst Bonn. Doch schon am 20. Juni beschloss der Bundestag nach einer hitzigen Debatte den Umzug der Regierung in die Hauptstadt. Der erste, der diesen Schritt unternahm, war der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker, der zum 01. Januar 1994 sein neues Quartier im Schloss Bellevue bezog.

Das neue Berlin: Regierungssitz

1999, kurz vor der Jahrtausendwende, begann die neue Ära des politischen Berlins. Das neue Reichstagsgebäude wurde am 19. April mit der ersten hier stattfindenden Sitzung des Deutschen Bundestages eingeweiht, die Mitglieder von Bundesrat, Parlament und vielen Ministerien nahmen im aufwendig gestalteten Regierungsviertel ihre Arbeit auf. In der Folgezeit bezogen immer mehr ausländische Vertretungen neue Botschaften in Berlin, und mit der Einweihung des Bundeskanzleramtes durch Gerhard Schröder im Mai 2001 fand der Umzug der deutschen Regierung von Bonn in die Hauptstadt ihren Abschluss.

Seitdem schlägt hier das politische Herz der Republik. Viele Ministerien arbeiten noch immer in Bonn, doch regierender Mittelpunkt Deutschlands ist ganz klar Berlin. Das Regierungsviertel ist einer der ersten Anlaufpunkte für Touristen, mit jedem ausländischen Staatsbesuch weht ein hoch bedeutsamer Wind durch die Stadt. Spätestens mit OB Wowereits berühmtem Outing ist sogar die Berliner Stadtregierung den meisten Deutschen ein Begriff, und das politische Denken ist endgültig in der Hauptstadt angekommen.