Zu den berühmtesten Wahrzeichen Berlins zählend, ist das Brandenburger Tor heute ein wichtiges geschichtliches Nationalsymbol, das auf eine 200-jährige Historie zurückblicken kann.

Das Brandenburger Tor und seine Architektur

Auf Befehl des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm II. wurde das Brandenburger Tor in den Jahren 1788 bis 1791 im frühklassizistischen Baustil unter Verwendung von Elbsandstein errichtet. Mit 26 Metern Höhe, 11 Metern Tiefe und 65,5 Metern Breite ist dieser Natursteinbau nach dem Muster der Akropolis in Athen erbaut worden. Das Brandenburger Tor wurde mit fünf Durchfahrten gestaltet, wobei sich die mittlere von den äußeren durch mehr Breite abhebt. An den beiden zugehörigen Torhäusern befinden sich Skulpturen großer römischer Götter, wie die Göttin Minerva und der Kriegsgott Mars. Über dem Brandenburger Tor selbst ragen die fünf Meter hohe Siegesgöttin und ihr Wagen, der von insgesamt vier Pferden gezogen wird, empor.

Geteilt durch Ost und West

Das Brandenburger Tor wird heute mit vielen bedeutsamen, nicht immer positiven Ereignissen in der Geschichte verbunden. Selbst zum Sperrgebiet wurde das Tor erklärt, als die Berliner Mauer 1961 errichtet wurde und diese das Tor fast 30 Jahre verschloss. Lediglich die Grenzsoldaten und Staatsgäste der DDR kamen in die Nähe des Bauwerkes. Im Beisein von über 100.000 jubelnden Menschen, wurde das Brandenburger Tor am 22. Dezember 1989 im Zuge der Wende wieder eröffnet und sämtliche Absperrungen beseitigt. Richtigerweise wird das Tor immer wieder mit dem Zeichen der Deutschen Einheit in Verbindung gebracht und ist als Symbol auf den deutschen Eurocentmünzen geprägt.

Ein beliebtes Touristenziel

Als Zeichen der Wiedervereinigung und des Mauerfalls zieht das Brandenburger Tor nach wie vor Besucher aus aller Welt an. Zwischen dem Reichstag und dem Potsdamer Platz liegend ist es eines der berühmtesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Vor allem bei Sonnenuntergang sind vermehrt Touristen als auch Einheimische vor dem Brandenburger Tor zu finden, die dabei sein wollen, wenn die untergehende Sonne hinter der Siegessäule verschwindet.

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