Der Berliner Bezirk Friedrichshain ist bei Touristen und Berlinern gleichermaßen beliebt. Der Boxhagener Platz bildet dabei einen zentralen Anlaufpunkt. Denn hier ist immer was los, egal an welchem Wochentag und zu welcher Tageszeit.


Eine Menge Leute haben den Film Boxhagener Platz gesehen. Auch wenn dieser vor der so genannten Berlinkulisse in den Babelsberger Filmstudios gedreht wurde, ist der namensgebende Platz im schönen Friedrichshain real und mindestens genauso ereignisreich.

Es heißt Boxi

Der Boxhagener Platz wird im Volksmund auch liebevoll „Boxi“ genannt. Er machte im Laufe der Zeit viele Entwicklungen durch. Vom Arbeiterkiez mauserte er sich über ein Intermezzo mit der Hausbesetzerszene zu einem Künstler- und Studentenviertel. Heute findet man am Boxi Menschen unterschiedlicher Couleur.

Der Boxhagener Platz lädt zum Bummeln ein

Bei einem Abstecher um den Platz herum fällt schnell die Kreativität der Gewerbetreibenden und Anwohner auf. Das alte Toilettenhäuschen auf dem Platz wurde etwa in ein süßes kleines Café umgebaut, welches passenderweise den Namen Café Achteck trägt.

Der Boxi bietet dem Besucher stets eine bunte Mischung von allem. Neben kleinen Boutiquen finden sich hier ebenso Geschäfte, die kleinere Handarbeiten und allerlei Selbstgemachtes anbieten. So kann man zum Beispiel bei Wertstueck ausgefallene Applikationen und Stickereien kaufen oder nach eigenen Ideen anfertigen lassen. Wer will, dem näht die Inhaberin das gute Stück auch gleich persönlich auf die Jacke. Der Boxi ist eben nach wie vor Bohème.

Für Speis und Trank ist gesorgt

Es gibt schicke Cafés und Restaurants ebenso wie kleine, aber feine Imbisse. So findet hier jeder, was er braucht. Wer einmal die Nase voll hat von Sushi und Curry, der kann am Boxhagener Platz im Kurhaus Korsakow deftige Berlin-/ Brandenburgische Küche genießen.

Auf der anderen Seite vom Boxhagener Platz, genau gegenüber vom Korsakow also, befindet sich der Feuermelder. Wie im Film ist das eine Kneipe, sieht in echt aber ganz anders aus. Aus den Lautsprechern ertönen Rock’n’Roll-Klänge und die Einrichtung ist eher punkig- psychobillymäßig und entspricht so gar nicht der einer typischen Berliner Eckkneipe.

Wochenmarkt und der berühmte Flohmarkt

Der oben schon erwähnte Wochenmarkt findet dort im Übrigen noch immer statt. Jeden Samstag von 9 bis 14.30 Uhr und jeden Mittwoch von 12 bis 19 Uhr kann der Besucher hier frisches aus der Region kaufen. Ein kleines Highlight für die Naschkatzen bildet dabei wohl der Lakritzstand. Hier gibt es alles, was das Herz eines Lakritzeliebhabers begehrt.

Sonntags ist dagegen auf dem Boxhagener Platz immer Flohmarkt. Dieser findet zwischen 10 und 18 Uhr statt. Er ist zwar kleiner als der am Mauerpark, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Egal wie groß die Sommerhitze ist, unter den schattenspendenden Bäumen lässt es sich stets gut flanieren. Das ganze Erlebnis wird gespickt von Straßenmusikern und Künstlern. Und wer eine Verschnaufpause braucht, der setzt sich auf eine Bank und schaut dem bunten Treiben zu.