Die Frankfurter Wertpapierbörse ist die bedeutendste deutsche Börse und so etwas wie das Aushängeschild der Mainmetropole. Aufgrund der hier angesiedelten Börse haben zahlreiche Geld- und Wirtschaftsinstitute ihren Hauptsitz oder zumindest eine große Filiale nach Frankfurt verlegt.

Somit ist die Börse die treibende Wirtschaftskraft und der Finanzsektor einer größten Arbeitgeber in Frankfurt. Die Stellenangebote in Frankfurt reichen vom einfachen Bankangestellten bis hin zu den lukrativen Manager-Posten bei den großen Geldhäusern. Doch nun mit der Immobilien- und Finanzkrise in USA fürchten auch viele Arbeitnehmer in Frankfurt um ihren Job, so hat unter anderem die Deutsche Bank bereits angekündigt Stellenkürzungen vorzunehmen. Auch bei der Citigroup wird es zu erheblichen Stellenverlusten kommen, schließlich musste sie erneut Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen.

Für den Skandal schlechthin sorgte aber die Immobilienbank Hypo Real Estate. Wie das Münchner Unternehmen am Dienstag bekannt gab, mussten 390 Millionen Euro im vergangenen Jahr abgeschrieben werden. Daraufhin stürzte die Aktie um 36 Prozent und sorgte für den höchsten Werteverlust eines DAX-Wertes in der Geschichte der Deutschen Börse. Nun prüfen die Anwälte der Anleger, ob eine Schadensersatzklage möglich ist, denn ist fast ausgeschlossen, dass der Vorstand von dieser Summe ebenso überrascht worden war.

Zahlreiche Geldinstitute wollen in naher Zukunft alle Positionen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Krise stehen, zur Disposition stellen. Damit dürfte auf die Headhunter in den Unternehmen wieder jede Menge Arbeit zukommen, schließlich gilt die Folgen der Krise abzufedern, denn wie viele Finanzexperten geäußert haben, ist der Gipfel bisher noch nicht erreicht.