Wer leidenschaftlich gerne Kaffee trinkt, weiß die Vorteile kleiner Röstereien zu schätzen. In Köln-Ehrenfeld macht mit „Van Dyck“ seit kurzem ein kleines Ladenlokal auf sich aufmerksam, das sich die hohe Qualität der schwarzen Bohne auf die Fahne geschrieben hat.

Noch in den 50er Jahren waren Kaffeerösterein in Deutschland nichts ungewöhnliches. Über 6000 Betriebe widmeten sich dem zwischenzeitlich fast vergessenen Handwerk, das lange Zeit alle Bedeutung an Konzerne und Supermärkte abgeben musste. Inzwischen sieht die Lage jedoch wieder anders aus. In Köln finden sich dafür einige Beispiele, unter anderem bei Van Dyck in der Körnerstraße in Ehrenfeld.

Wer in dem unscheinbar wirkenden kleinen Ladenlokal vorbeischaut, wird den Unterschied zu den einschlägigen Mitbewerbern sofort erkennen. Das Ambiente ist schlicht und für einen schnellen Espresso vor Ort gerade passend. Für eine aufwendige Ausstattung fehlt der Platz, aber auch die Notwendigkeit. Denn das eigentliche Herzstück ist die Röstmaschine, an der die hauseigenen Sorten frisch aufbereitet werden, und das ganz ohne Eile.

Doch nicht nur die traditionell sanfte Röstung, die für guten Geschmack und bessere Verträglichkeit sorgt, hebt das kleine Unternehmen hervor. Alle angebotenen Sorten stammen zudem nämlich ausschließlich aus fairem Handel und biologischen Anbau. Und selbst beim Strom setzt man auf Alternatives.

In Köln hat sich die Van Dyck Rösterei bereits einen Namen gemacht, war sogar auf dem Weihnachtsmarkt am Kölner Dom vertreten und nimmt erstmals auch am diesjährigen Ehrenfeld-Hopping teil. Wer also nach einer Alternative zu Großanbietern und Franchiseketten sucht, ist hier gut aufgehoben.