Berliner Mauer Souvenirs stehen besonders bei Touristen hoch im Kurs. Ein Großhändler hat sich den Hype um die kleinen Betonstücke angenommen und mittlerweile ein kleines Vermögen mit den Andenken verdient.

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Auch wenn die Mauer vielen Bürgern der ehemaligen DDR ein Dorn im Auge war, so hat sie jetzt ihr Gutes, zumindest für Volker Pawlowski. Der ehemalige Bauarbeiter macht mit dem Handel der kleinen Betonstücke ein gutes Geschäft.

Berliner Mauer Souvenirs – Geschäft mit den Mauerresten

Herr Pawlowski kann als eine Art Mauer-Monopolist bezeichnet werden. Die Original-Betonteile zerkleinert er in kleine Brocken, die er auf Kunstharz klebt, in kleine Tüten verpackt und an Souvenirläden in Berlin verkauft. Sein ganzer Stolz ist sein Patent auf Postkarten, in deren Mitte sich eine kleine Dose mit kleinen Stücken der Berliner Mauer befindet.

Mauerreste für die nächsten einhundert Jahre

Nach dem Abriss der Mauer hat sich niemand für die Reste interessiert, bis Volker Pawlowski die Idee zum Geschäft mit den Mauerresten kam. Er beobachtete, wie die Mauer mit Hammer, Meißel und Schlagbohrmaschinen zerlegt wurde und die Betonstücke von fliegenden Händlern verkauft wurden.

Nachdem er einen befreundeten Lastwagenfahrer fragte, wo die Reste gelagert werden, machte er sich zu dem in Brandenburg befindlichen Ort auf. Aber auch andere hatten bereits diese Idee, aber Pawlowski konnte mit einem leckeren Frühstück und Sympathie die Arbeiter auf dem Recyclinghof auf seine Seite ziehen.

Der Boom mit der Mauer

Es dauerte nicht lange, und der Handel mit dem Beton entfachte und Pawlowski kündigte seinen Job als Bauarbeiter. Dank der etwa 45.000 verbauten Mauerelemente gibt es für die nächsten einhundert Jahre genügend Nachschub, was dem Tourismus durchaus zugute kommt, da gerade die Besucher der schönen Hauptstadt großes Interesse an den kleinen Souvenirs haben.

Da die Originalfarbe nicht mehr erhalten ist, wird heute künstlich nachgeholfen. Dafür ist ein Freund der Tochter des Geschäftsmannes verantwortlich.

Der Handel mit den Mauerresten bescherte Pawlowski einen Porsche, teure Taschen und eine Expansion seines Unternehmens, in dem er mittlerweile mehrere Mitarbeiter beschäftigt. Sogar Berliner Edelhotels stehen auf der Liste seiner Kunden und gelegentlich beliefert er auch die Filmstudios in Babelsberg.