Mehrere Monate nach der geplanten Eröffnung wird die vierte Deutschland-Filiale der amerikanischen Restaurant-Kette Hooters nun am 17. Juli in Berlin ihre Schranken öffnen. Schade ist nur, dass das Mega-Restaurant nicht vor einem Monat eröffnet werden konnte, das hätte doch so schön zur Adresse „Straße des 17. Juni“ gepasst.

Wie in den übrigen Filialen der Kette wird auch im  Hauptstadt-Hooters nichts am Konzept gedreht: hübsche Hooters-Girls in Hotpants servieren Hamburger. Eins wird in Berlin aber doch neu sein: als erste Dependance des Fast-Food-Franchise-Unternehmens erhält das Berliner Restaurant, das unter insgesamt 3 S-Bahn-Bögen Platz finden wird, einen Biergarten.

In unmittelbarer Konkurrenz zu einer weiteren amerikanischen Burger-Braterei wird sich das Hooters Berlin beweisen müssen, wenn auch die Klientel leicht verschieden sein dürfte. Während sich bei Mc Burger und King Donald Familien, Paare und leicht neben sich stehende Männer einfinden, zielt  das Hooters wohl doch eher hauptsächlich auf die letztere Kundengruppe ab.

Immerhin wird das Hauptstadt-Hooters aber die teuerste Filiale weltweit sein. Bei einem Investitionsvolumen von über 2 Millionen Euro versteht sich von selbst, dass Fernsehschirme für Sportübertragungen und andere Events nicht nur im Innenbereich, der für 182 Plätze konzipiert ist, sondern auch draußen zu finden sein werden.

Doch schon in den nächsten Wochen und Monaten wird das Hooters Berlin Unterstützung bzw. Konkurrenz bekommen: in Frankfurt, Köln, Dortmund und Hamburg werden dann weitere Filialen des Hooters-Imperiums eröffnet, der weltweit über 450 Restaurants mit dem überall gleichen Konzept betreibt: junge, hübsch Kellnerinnen mit knappen Uniformen in Weiß und Orange.

Sandwiches, Burger, Chicken Wings und weitere Köstlichkeiten der amerikanischen haute cuisine, serviert von Mädchen mit Hupen, welches Männerherz wird da nicht angesprochen? Eine optimale Verkehrsanbindung über S-Bahn und zahlreiche Parkplätze – sogar Busse finden hier Platz, das sagt doch Einiges – im Zentrum der Stadt sowie die umfangreiche Vermarktung inklusive Castingaufrufen für die benötigten Hooters-Girls wird vermutlich zumindest zu Beginn für reichlich Besuch sorgen, schließlich ist das Hooters Berlin auch für die zahlreichen Touristen gut erreichbar, die sich ja eher in zentraler Lage bewegen und dort die Wirtschaft ankurbeln.

Was wohl die Kreuzberger gesagt hätten, hätte Hooters es gewagt, in diesem Teil loszuhupen?