Berlin: Street Art Ausstellung im SEZ

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Street Art prägt das Bild einer Metropole wie Berlin. Egal wo man geht und steht, überall finden sich Graffitis, Sticker oder andere Installationen von Künstlern, die nur unter ihrem Künstlernamen agieren und bekannt sind. Jetzt zeigen einige von ihnen ihre Werke im SEZ in Berlin Friedrichshain.


Das SEZ am Volkspark Friedrichshain ist den meisten eher als nicht mehr ganz so modern anmutende Sportanlage bekannt. Seit dem 28. Juni 2012 bietet das SEZ nun aber noch viel mehr. In der großen Schwimmhalle durften sich 100 Street Art Künstler aus aller Welt austoben. Auch die Fassade des SEZ wurde zur Fläche für urbane Kunst.

Street Art: jugendkultureller Protest

Über die Street Art- Szene hinaus haben sich Künstler wie Banksy einen Namen gemacht. Überall begegnet uns ihre Kunst. Egal, ob in Form von Stickern, kleinen Fliesen oder Grafitti. Das sind selbstverständlich nur Beispiele. Street Art ist reich an Ausdrucksformen. Sie bleibt häufig ohne konkrete Botschaft, denn diese Steckt im gewählten Medium und Untergrund.

Street Art richtet sich oft gegen Konsum, Kapitalismus, Gentrifizierung und die öffentliche Ordnung. Obwohl es mittlerweile auch Auftragsarbeiten gibt, wird sie meistens illegal angebracht. Urbane Kunst prägt das Stadtbild. Das Beispiel der spanischen Stadt Granada zeigt zudem auch, wie ein Künstler aus den Sphären der Illegalität hinausgehoben wird und die Stadt sich seine Kunst für Eigenwerbung zu Nutze macht.

„Silence is a lie“ im SEZ Berlin

Vor über 50 Jahren hat Yevgeny Yetuschenko gesagt: „ When the truth is replaced by silence, the silence is a lie“- Wenn die Wahrheit durch Schweigen ersetzt wird, dann ist das Schweigen eine Lüge. In der Gesamtbetrachtung hat die Ausstellung die Absicht einen Dialog zwischen den unterschiedlichen Sichtweisen herzustellen.

Der Titel scheint richtungsweisend für die in der Ausstellung angesprochenen Themen zu sein. Allerdings findet keine Fokussierung auf rein politische oder soziale Motive statt. Vielmehr hatte jeder der teilnehmende Künstler die Möglichkeit, seine Vision einer idealen und erstrebenswerten Welt zum Ausdruck zu bringen. Das Medium war ihnen selbst überlassen. So finden sich neben Werken auf Leinwand auch diverse Installationen.

Wer interesse daran hat, die Ausstellung zu besuchen. Sie findet noch bis zum 30. Septemeber 2012 jeweils Freitag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr im SEZ an der Landsberger Allee, Ecke Danziger Straße statt. Der Eintritt ist übrigens frei.

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