Mit einem Maßnahmenplan der renommierten Unternehmens­beratung McKinsey will die deutsche Hauptstadt ihre Gründerszene weiter ausbauen, gezielt fördern und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Der Weg zur Spitzenposition unter Europas Gründer-Metropolen ist somit durchaus realistisch.
Berater informiert Unternehmensgründer

Start-ups in Berlin – Spitzenreiter im deutschen Vergleich

Bereits jetzt kann die deutsche Hauptstadt auf eine Erfolgsgeschichte verweisen, denn mit rund 2,8 Gründungen im Verhältnis zu einer in München gestaltet sich die Quote genauso eindrucksvoll wie beim relativen Anstieg der Beschäftigungszahl, die Berlin mit dem 1,6-Fachen gegenüber der bayerischen Landeshauptstadt für sich entscheidet. Mit 133 Millionen Euro wurde in Berlin im Jahr 2012 mit großem Abstand das meiste Wagniskapital investiert, in Baden-Württemberg waren es rund 24 Millionen Euro und in Bayern 19 Millionen Euro, wie McKinsey analysierte. Damit nimmt Berlin den unangefochtenen Spitzenplatz in Deutschland, aber auch einen oberen Rang im europäischen Vergleich ein. Allerdings gibt es zu wenig innovative Ansätze, die sich in lukrative Unternehmensverkäufe umsetzen lassen, so dass McKinsey einiges an Handlungsbedarf sieht.

Weitere Erleichterungen für Firmengründungen geplant

Dass es aber noch reichlich Potenzial für erfolgreiche Neugründungen in Berlin gibt, ist eine weitere Schlussfolgerung der Studie. Mit geeigneten Maßnahmen, die Gründungswillige zum Beispiel bei der Büroflächensuche (Web-Tipp für die Büroflächensuche: http://www.allebusinesscenter.de/) und Finanzierung, aber auch mit Rat und Tat unterstützen sollen, wird die Spitzenposition unter den europäischen Gründer-Metropolen anvisiert. Natürlich profitiert die Landeshauptstadt in vielerlei Hinsicht von dieser Initiative, denn nicht zuletzt werden rund 100.000 neue Arbeitsplätze, die direkt und indirekt durch Start-ups bis zum Jahr 2020 entstehen sollen, prognostiziert. Zur Umsetzung wurden konkrete Maßnahmen umrissen, die zum Beispiel auch die Hochschul- und Forschungs-Landschaft besser stimulieren soll, sich mit innovativen Ideen in die Gründerszene einzubringen. Dadurch könnte mehr Wagniskapital angezogen werden, das insbesondere in die Bereiche Cleantech, Mobilität und Elektronik investiert werden soll.

Firmengründer in Berlin – starke Förderung geplant

Die bereits verbuchten Erfolge reichen der deutschen Hauptstadt nicht aus, gezielte Maßnahmen zur Förderung von innovativen Unternehmensgründungen werden geplant. So sollen Start-ups vielfältig unterstützt werden, zum Beispiel durch die Schaffung eines Gründer-Campus, der die oft aussichtslose Büroflächensuche für Gründungswillige erleichtern soll. Darüber hinaus stehen neben einem Fonds auch ein Gründer-Netzwerk sowie eine zentrale Service-Agentur auf dem Programm.

Bild: FRANCESCO RIDOLFI – Fotolia