Berlin Alexanderplatz – nach diesem Ort wurden Bücher benannt. Hier treffen sich die Menschen zu Party- und Shopping-Touren, hier wacht der Fernsehturm über Berlin, hier ist das Verkehrszentrum, das Neuankömmlinge in die Adern von Prenzlauer Berg und Friedrichshain drückt.

Der Alexanderplatz hat nach dem Mauerfall eine immense Bedeutung im „neuen“ Berlin erlangt. Schon vorher war der Platz mit dem weltberühmten Fernsehturm das Herzstück Ostberlins – heutzutage ist er einer der am meisten durchquerten Orte Berlins. Hier treffen Regionalbahnen auf dem Weg nach Frankfurt Oder ein, hier fährt der ICE durch, hier halten Straßenbahnen nach Prenzlauer Berg und Wedding. Die S-Bahn-Hauptachse Berlins mit den S-Bahn-Linien 7,9 und 75 hält hier, kurz: Es bewegt sich was am Alexanderplatz.

Was macht ihr also, wenn mal ein paar Freunde von woanders herkommen und aus irgendeinem Grund den Alexanderplatz sehen wollen?

Zu zeigen sind hier:

Das Sealife, ein live-Aquarium nach amerikanischem Vorbild. Hier kann man unter Fischen langspazieren und als Highlight mit einem Aufzug in ein freistehendes Aquarium in der Mitte eines Hotelfoyers gefahren werden. Meiner Meinung nach übertrieben gehyped, aber dennoch (deswegen) ein sehr beliebtes Touristenziel.

Der Nikolaibrunnen gegenüber vom Roten Rathaus mit dem umliegenden Park und den bekannten Statuen ist ein dankbares Fotoobjekt, falls sich Eure Freunde mal so richtig in Pose werfen wollen

Und natürlich – Die berühmte Weltzeituhr, der schon zwei Mal angepriesene Fernsehturm, das Rote Rathaus.

Alles sehr geschichtsträchtige Bauwerke, über die ihr dann noch den ein oder anderen Spruch ablassen könnt. Zum Beispiel: „Hier an der Weltzeituhr treffen sich die Päärchen zum Weggehen.“ Oder: „Der Fernsehturm ist übrigens 368,03 Meter hoch“. Wenn sich Eure Freunde dann verzogen haben, weil sie keine Klugscheißer mögen, könnt ihr ganz entspannt einkaufen gehen.

Wo geht man shoppen am Alexanderplatz?

Das Alexa Berlin a.k.a. „der rosa Bunker“. Shoppen, bis der Arzt kommt. Nichts besonderes, aber durchaus eine würdige Vertretung des kapitalistischen Grundgedankens. Gibt einen riesigen Mediamarkt hier. Außerdem Parfümshops, eine Fressmeile und die üblichen Verdächtigen von schicken Schuhen bis freundlichen Friseuren.

Saturn am Alexanderplatz – Media Markt ist größer, aber Saturn ist freundlicher. Ich weiß auch, dass die zur selben Mediengruppe gehören, aber es stimmt trotzdem. Im Saturn sind die Mitarbeiter netter und die Atmosphäre ist entspannter.

Die Rathaus-Passagen: Sowas wie das Alexa in klein. Typische Einkaufspassage. Hier hat es übrigens einen Berliner-Volksbank-Automaten, falls der in der unterbesetzten Bahnhofs-Filiale mal wieder kaputt ist.

Wo geht man essen am Alexanderplatz?

Schlussendlich noch einen Tip zum Essen gehen. Natürlich ist man billiger und in vielen Fällen auch besser dran, wenn man sich in die U-Bahn setzt und ein paar Stationen nach Norden oder Süden fährt. Trotzdem lässt es sich auch am Alexanderplatz gut essen.

Ich kann zwei Restaurants empfehlen:

Das Las Olas hat Tapas, Wein und spanisches Essen. Ist aber keine Bar sondern ein richtiges Restaurant inklusive Musik und Stimmung. Gehobene Preise, gutes Essen, Passt.

Dann gibt es noch ein wunderbares Restaurant, das Gasthaus Mutter Hoppe an der Rathausstraße. An der Front des Nikolaiviertels gelegen, isst man hier urdeutsch in chilliger Atmosphäre. Ein bisschen Biederkeit als Kontrast zum Berliner Beton – so geiles deutsches Essen hab ich sonst übrigens nur bei meiner Oma gekriegt.

Wenn ihr am Ende des Tages satt, erschöpft, pleite und glücklich nach Hause wankt, könnt ihr sicher sein, dass der Alex am nächsten Morgen immer noch da ist. Wenn das mal nicht sehr beruhigend ist!