Am 12. Oktober 2009 startet im Münchener Haus der Kunst die Ausstellung „So sorry“ des chinesischen Konzeptkünstlers Ai Weiwei, der als wichtigster Vertreter der zeitgenössischen Kunst gilt. Seit er auf der documenta XII mit seinem Werk „Fairytale“, für das er die Reise von 1001 Landsleuten zur documenta dokumentierte,  und der Installation „Template“ das Publikum auf sich aufmerksam machte, ist er auch in Deutschland und Europa ein Begriff.

Nun wird der chinesische Künstler, der auch als Architekt tätig ist und als Gesellschaftskritiker äußerst mutiger Worte bekannt, in München „So sorry“ präsentieren: Installationen, modifizierte Artefakte und Performances werden wohl das komplette Haus für sich einnehmen.

Ai Weiwei versucht, durch die Kombination von alten Werken und Einflüssen der Gegenwart einen Bezug zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft herzustellen und ihnen so eine neue Bedeutung zu verleihen. Bekannt ist vermutlich dem Einen oder Anderen die von Ai Weiwei mit dem Coca-Cola-Schriftzug versehene Urne aus der Han-Dynastie (etwa 200 v. Chr. bis 200 n. Chr.).

Mittlerweile hat Ai Weiwei seine gesellschaftskritischen Ambitionen von der Volksrepublik China auch auf den Westen ausgedehnt und dessen Kapitalismus aufs Korn genommen. Aber auch speziell die deutsche Gesellschaft, Politik wie Geschichte wird bei seiner Münchener Ausstellung bestimmt ihr Fett wegbekommen.

Knapp einen Monat nach der ebenfalls spektakulären Lord Leighton-Ausstellung, erwartet München und die Münchener Museen mit „So sorry“ wieder eine Ausstellung der Extraklasse.