Vor den meisten Events in Köln steht in aller Regel eine Zahl, denn nur selten bleibt es in der Domstadt bei einmaligen Ereignissen. So gilt es auch für die Kölner Musiknacht, die 2010 bereits zum 6. Mal stattfindet. Thema dieses Jahr: Alte Musik.

Nachdem 2009 Improvisation und Jazz auf dem Programm standen, ist es diesmal die sogenannte Alte Musik, mit der die über 100 Konzerte der Kölner Musiknacht bespielt werden. Erneut stehen 25 Spielstätten bereit, und man muss schon sehr genau planen, um alles hören (und sehen) zu können, was einen da interessiert. Denn Zeit ist nur an einem Tag, und das zwischen 18 Uhr und Mitternacht.

Gerade einmal 15 Euro muss man investieren, um so viele Konzerte zu besuchen, wie man schafft. Ob allerdings das diesjährige Thema attraktiv genug ist, um ein breites Publikum anzusprechen, muss sich erst zeigen. Jedenfalls hat man sich bei der Programmplanung begrüßenswerte Gedanken darüber gemacht, wie sich ein möglichst Angebot zusammenstellen lässt, ohne sich ausschließlich auf Barockensembles verlassen zu müssen.

Zu den Spielstätten gehören u.a. die Kölner Philharmonie, der Stadtgarten, das WDR Funkhaus, die Alte Feuerwache, eine ganze Reihe von Kirchen und vieles mehr. Im Kulturradio WDR 3 gibt es darüber hinaus vier Konzerte aus dem sendereigenen Funkhaus zu höen, sowie eine Aufführung in der Kölner Philharmonie.

Eingebunden ist dieses Jahr zudem eine Glockenvigil. Sie beginnt um 19 Uhr mit einem kleinen Zimbelspiel der romanischen Kirche St. Kunibert, eine halbe Stunde später erklingt die Petersglocke des Kölner Doms, an die sich kurz darauf die Glocken der Innenstadtkirchen anschließen. Ab 20 Uhr gibt es schließlich geistliche Musik auf dem neuen Glockenpiel im Dachreiter von St. Maria in der Kupfergasse zu hören.

Neben den normalen Pauschal-Eintrittskarten werden dieses Jahr auch Kombitickets angeboten, unz zwar für die Photokina zu 24 Euro oder die Theaternacht zu 28,50 Euro.