Zur Zeit findet im Hotel „Bayerischer Hof“ in München die 45. Münchner Sicherheitskonferenz statt. Ob bei den internationalen Diskussionen irgendwas herauskommt ist fraglich. Aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben!

Die Münchner Sicherheiskonferenz (SiKo) hat ihre Wurzeln im Jahr 1962 als das ganze noch „Münchner Wehrkundetagung“ hieß. Mittlerweile hat sich die SiKo zu einer internationalen Konferenz gemausert wo knapp 350 Vertreter aus aller Welt teilnehmen. Hier wird über aktuelle Themen der Sicherheit- und Verteidigungspolitik debattiert.

Allerdings darf man das Wort „debattieren“ auch so nehmen wie es da steht. Denn ein Abschluss-Kommuniqué gibt es nicht, genau so wenig wie irgendwelche konkreten Ergebnisse beziehungsweise Beschlüsse.

Dennoch kostet das ganze nicht unwesentlich Geld. Dieser Grund und der Umstand, dass hochrangige Politiker verschiedenster Länder – wir wollen keine Namen nennen – anwesend sind, lockt eine Heerschar an Demonstranten auf den Plan. Dabei handelt es sich in erster Linie um Globalisierungskritiker und Pazifisten. Die militärische Ausrichtung die allein schon im Wort „Sicherheitskonferenz“ enthalten ist, macht die Sache nicht unwesentlich komplizierter.

Eine der größten Kostenfaktoren stellt die Sicherheit der Sicherheitskonferenz dar. Denn es werden circa 3500 Polizisten für die Konferenz aufgeboten, ebenso wie mehrere hundert Soldaten.

Dass der hohe Kostenaufwand auf der schwarzen-Liste der Demonstranten steht, ist eine kleine Ironie in sich. Ob man wirklich so viel Polizisten aufbieten würde, wenn es keine Demonstranten gäbe?

Interessant dürfte die Konferenz trotz der geringen politischen Aussagekraft dennoch werden. Denn nachdem in den USA durch Barack Obama ein neuer Wind weht, ist natürlich die ganze Welt gespannt wo uns dieser neue Wind hintreiben wird. Immerhin stellt die USA eine massive Militärmacht dar, die dementsprechend auch „sicherheitspolitische“ Verantwortung trägt.

Den politisch nicht so interessierten Münchner werden aber in erster Linie die Einschränkungen beim MVG treffen. Nachdem der Streik erstmal überstanden ist und sich das Verkehrschaos wieder gelegt hat, ziehen neue Komplikationen auf.

Es kommt also zu Beeinträchtigungen vor allem bei Bus und Tram. Genaue Details kann man der MVG-mobil-Homepage entnehmen.

Außerdem gibt es auf dem Marienplatz diverse Kundgebungen.

Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, was die Sicherheitskonferenz dieses mal beim Plausch über die Welt von Morgen alles herausfindet.