Seit mittlerweile bereits einem Vierteljahrhundert ist der direkt am Westbahnhof gelegene Stadtgarten auch weit über den Kölner Raum hinaus eine echte Institution. Pro Jahr über 400 Veranstaltungen im Konzertsaal und Studio 672 sprechen für sich. Grund genug, das Jubiläum an vier Tagen mit jeder Menge Live-Musik gebührend zu feiern.Peter Evans

Als in den 50er Jahren im Keller-Club des beliebten Ausflugslokals an der Grenze zwischen Ehrenfeld und Innenstadt immer mal wieder kleine Konzerte gespielt wurden, hätte sich wohl niemand träumen lassen, dass aus dem ehemaligen „Schmuck-Kästchen“ einmal die anerkannte Größe für Jazz und aktuelle Musik werden würde, die der Stadtgarten heute ist. Umso mehr muss man sich über sein 25-jähriges Jubiläum freuen.

Die eigentlichen Anfänge lagen in den späten 70ern, als sich die Initiative Kölner Jazz Haus e.V. zusammenfand, um die eher bescheidene Lage improvisierter Musik in der Domstadt aufzubessern. Mit dem Einzug des Vereins in die Location wurde ein Konzertsaal gebaut, der seit 1986 in Betrieb ist. Fortan gaben sich internationale Größen des Jazz hier die Klinke in die Hand, darunter Cecil Taylor, Gil Evans, Steve Lacy, Anthony Braxton, Evan Parker oder Ornette Coleman.

Doch auch andere Spielarten moderner Musik wie Rock, Pop, Elektronik, Reggae, HipHop, Soul oder Singer/Songwriter finden hier ihren Platz. Zudem finden regelmäßig Literaturlesungen und Diskussionsrunden statt. Der Donnerstag hingegen ist grundsätzlich für Konzerte mit modernem Mainstream-Jazz reserviert.

Zum Jubiläum präsentiert der Stadtgarten vom 2. bis 5. September nun ein kleines Festival für Improvisationsmusik, darunter ein Konzert im Rahmen der WDR 3 Jazznacht mit gleich fünf international besetzten Ensembles. Das gesamte Programm lässt sich online einsehen.

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Stadtgarten
Venloer Straße 40, 50672 Köln