Wer der Auffassung ist, dass Köln noch nicht genug Weihnachtsmärkte hat, dürfte sich über eine Neuerung freuen. Zum ersten Mal findet dieses Jahr ein expliziter „Hafen-Weihnachtsmarkt“ am Schokoladenmuseum statt, doch eigentlich ersetzt er nur die bisherige Mittelalter-Variante, die 2011 zum ersten Mal ausfällt.

Seit über 10 Jahren ist die Spitze des Rheinauhafens eine beliebte und gut etablierte Adresse für Weihnachtsmärkte. Vor der Kulisse des Schokoladenmuseums kommt man ohnehin leicht in Stimmung, denn dass dort jede Menge Leckereien warten, liegt auf der Hand. Nach der mittelalterlichen Ausrichtung der letzten Jahre wird die Angelegenheit diesmal etwas maritimer.

Nicht nur der Name des neuen Weihnachtsmarktes bringt den „Hafen“ mit sich. Auch in der Gestaltung, Dekoration, dem Bühnenprogramm und dem Warenangebot ist er ein entscheidendes Element. Rund 80 Stände sollen als Pagodenzelte mit Holzböden und Spitzdächern an Planken und Schiffsegel erinnern. Dass es zudem einiges an Fischspezialitäten zu kaufen gibt, ist eine Selbstverständlichkeit.

Aber auch das Programm unterstreicht das Thema Seefahrt. Shanty-Singen und Hafenmusik gehören ebenso dazu wie Kleinkunst von Rheinpirat Rasputin. Kombüsefritz oder Aale-Hein. Besonders kölsch klingt das zunächst einmal allerdings nicht, und es wird sich zeigen müssen, ob die Kölner diese eher norddeutsche Variante auch wirklich annehmen.

Zusätzlich zum allgemeinen Angebot des Weihnachtsmarktes findet vom 9. bis 11., sowie vom 16. bis 18.12. jeweils ein Kunst- und Handwerkermarkt im 100 qm großen Verbundzelt statt. Hier bieten Kölner und regionale Händler ihre Ware an.

Geöffnet ist der Hafen-Weihnachtsmarkt bis zum 23. Dezember sonntags bis donnerstags von 11 bis 21 Uhr, sowie freitags und samstags von 11 bis 22 Uhr. Der Eintritt ist frei.